Hautkrankheiten zählen zu den häufigsten Behandlungsgründen – bis zu 30 Prozent der Österreicher werden mit einem entsprechenden Problem beim Hausarzt vorstellig.
Zur Behandlung von Hautkrankheiten stehen zwar immer bessere, aber auch teurere Medikamente zur Verfügung, was zur Frage führe, bei wem die Therapie wirklich sinnvoll eingesetzt werden kann. Deshalb sind innovative Lösungen wie Digitalisierung und Präzisionsmedizin gefragt, betonten die heimischen Dermatologen am Dienstag in Wien. Für schwere Fälle der in Dermatitis stünden etwa seit kurzem Antikörper zur Verfügung, um zielgerichtet entzündliche Botenstoffe zu blockieren. Man müsse jedoch abwiegen, wer dafür infrage kommt.
Unterstützung bekommt das Fachgebiet etwa durch bildgebende Verfahren und KI-Algorithmen etwa in der Muttermalkontrolle, berichtete Wolfram Hötzenecker von der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie der Kepler Universitätsklinikum Linz. Durch Corona habe etwa die Telemedizin einen Schub bekommen. In Oberösterreich seien teilweise nicht die Patienten zum Dermatologen, sondern dieser virtuell zu diesen gekommen. Und was im Bereich der Genetik möglich ist, zeigt das Beispiel eines damals siebenjährigen Schmetterlingskindes, das im Sterben lag. Diesem wurde, beginnend mit 2015 bis heute, 80 Prozent funktionelle gen-korrigierte Haut verpflanzt, berichtete Johann W. Bauer, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV). (red)