US-Präsident Donald Trump ist nun offenbar doch von der Einführung hoher Zölle auf Arzneimittel aus der Europäischen Union abgerückt. Am Donnerstag wurden Details zum Abkommen fixiert.
Im vergangenen Monat erklärte Trump, Arzneimittel und Halbleiter seien nicht vom Handelsabkommen zwischen den USA und der EU erfasst – das bedeutet, dass diese Sektoren mit Zöllen von 250 % bzw. 100 % hätten belegt werden können. Laut neuen Details zum Abkommen zwischen den USA und der EU vom Donnerstag werden die Zölle der EU auf Arzneimittel und Halbleiter jedoch wie für die meisten anderen Sektoren des Handelsabkommens auf 15 % begrenzt. In einer gemeinsamen Erklärung zum Abkommen bezeichneten die USA und die EU dies als „ersten Schritt in einem Prozess“, der im Laufe der weiteren Entwicklung der Beziehungen ausgeweitet werden könne.
Die EU muss jedoch zunächst ein Gesetz verabschieden, das die US-Exportzölle auf null senkt, um die 27,5 % Zölle auf Autoexporte auf 15 % zu senken. Die USA und die EU einigten sich darauf, die Zölle auf die meisten EU-Exporte auf 15 % zu senken. Das ist die Hälfte des ursprünglich von Trump angedrohten Satzes, aber mehr als der von Großbritannien zugesicherte Zollsatz von 10 %. Im Juli hatte Trump gedroht, die Arzneimittelzölle auf 200 % anzuheben. Am 5. August erklärte er auf CNBC, sie könnten schließlich bis zu 250 % betragen. „Wir wollen Arzneimittel, die in unserem Land hergestellt werden“, sagte er wie berichtet. (red)