© tierney – stock.adobe.com Eine Studie aus Wien zeigt, dass Post-Covid-Patient:innen nur zum Teil von einem Rehabilitationsverfahren profitieren: Die psychische Gesundheit kommt zu kurz.
Wie sehr hilft ein mehrwöchiges ambulantes Rehabilitationsverfahren Post-Covid-Patient:innen? Dieser Frage gingen Wiener Wissenschafter:innen in einer Studie nach, die kürzlich veröffentlicht wurde. Das Ergebnis: Eine Reha hilft Post-Covid-Patient:innennur teilweise. „Obwohl die ambulante Rehabilitation mit Verbesserungen der körperlichen Funktionsfähigkeit bei Patient:innen mit Post-Covid-19 einherging, bestehen weiterhin Defizite in der Lebensqualität“, schreiben die Studienautor:innen vom Ludwig Boltzmann Institut für Rehabilitationsforschung und ergänzen: „Um die Genesung nach Post-Covid-19 zu optimieren, sind gezielte Rehabilitationsstrategien mit Berücksichtigung der psychischen Gesundheit und der Fatigue erforderlich.“
An der Studie hatten 597 Patient:innen teilgenommen, die in der Therme Wien eine sechs- bis zehnwöchige individuell angepasste und multidisziplinäre Reha absolvierten. Zu dem Ergebnis ihrer Studie kamen die Forscher:innen durch den Vergleich verschiedener Reha-Patient:innengruppen. 277 litten an Post-Covid, alle übrigen hatten andere Erkrankungen, wie etwa des Bewegungsapparats, des Herz-Kreislauf-Systems oder der Atemwege. Die Nicht-Post-Covid-Patient:innen gaben am Ende der Reha an, dass sich durch das Verfahren neben ihrem physischen Zustand auch ihr psychisches Wohlbefinden und damit ihre Lebensqualität verbessert hätten: Letzteres war bei den Post-Covid-Patient:innen nicht der Fall. (sst/APA)