Studie verglich Nutzen von Sportarten

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Eine Daten-Analyse zeigt: Nicht nur regelmäßiger Sport senkt die Sterblichkeit, auch Art und Vielfalt der Sportarten spielen eine Rolle. Überraschend: Eine Sportart bringt nichts. 

Forschende der T.H. Chan School für Öffentliche Gesundheit der Harvard Medical School in Boston (USA) analysierten Daten aus bekannten Langzeitstudien wie der Nurses’ Health Study (1986 bis 2018) und der Health Professionals Follow-Up-Study (1986 bis 2020). Untersucht wurden rund 111.000 Proband:innen, darunter amerikanische Pflegekräfte, Ärzt:innen und weitere Angehörige von Gesundheitsberufen. Ihre körperliche Aktivität wurde zu Studienbeginn und dann alle zwei Jahre erfasst.  

Das Ergebnis: Regelmäßige körperliche Aktivität verringert die Gesamtsterblichkeit um fast 20 Prozent. Betrachtet man einzelne Sportarten, zeigt sich, dass Gehen mit einem Rückgang der Sterblichkeit um 17 Prozent am wirksamsten ist. Langsames Laufen senkt die Sterblichkeitum elf Prozent, schnelleres Laufen um 13 Prozent. Radfahren verringerte die Mortalität um vier Prozent, Tennis oder Squash um 15 Prozent, Stiegen steigen um zehn Prozent, Rudern oder Gymnastik um 14 Prozent und Krafttraining um 13 Prozent. Nur Schwimmen hatte statistisch keinen signifikant positiven Einfluss auf die Sterblichkeit.  Auch die Vielfalt der Sportarten ist entscheidend. Wer mehrere unterschiedliche Aktivitäten kombiniert, profitiert stärker. Teilnehmende mit der höchsten Vielfalt an körperlicher Aktivität wiesen eine um 19 Prozent niedrigere Gesamtmortalität auf als jene mit der geringsten Vielfalt.  

Laut den Forschenden liefern die Studienergebnisse einen praktischen Nutzen für alle, die ihre Lebenserwartung verlängern möchten. „Menschen wählen im Laufe der Zeit unterschiedliche Aktivitäten, je nach ihren Vorlieben und ihrem Gesundheitszustand. Bei der Entscheidung, wie man Sport treibt, sollte man bedenken, dass die Ausübung mehrerer Arten von körperlicher Aktivität zusätzliche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen kann, anstatt sich nur auf eine einzige Art zu verlassen“, erklärte Studienautor Yang Hu. (APA/tab) 

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