© Med Uni Graz/Lunghammer An der Medizinischen Universität Graz wurde ein Labor eingerichtet, das sich der Entwicklung neuartiger Therapien gegen Krebs widmet. Partner ist ein Pharmakonzern.
Vom Wirtschaftsministerium und dem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim finanziert, wurde an der Medizinischen Universität Graz ein neues Christian Doppler-Labor eingerichtet und kürzlich eröffnet. In dem Labor, das von den beiden Onkologen an der Klinischen Abteilung für Onkologie der Med Uni Graz Michael Dengler und Philipp Jost geleitet wird, wird sich alles um die Krebsforschung und die Entwicklung neuartiger Therapien drehen.
Im Fokus der Forschungsarbeiten von Dengler, Jost und ihrem Team steht die häufigste Form von Lungenkrebs, der nicht-kleinzellige Lungenkrebs (NSCLC). Es wird nach Möglichkeiten gesucht, mit dem immunogenen Zelltod einen Mechanismus auszulösen, der es dem Immunsystem leichter macht, Tumorzellen zu erkennen, anzugreifen und zu bekämpfen. „Gelingt das, könnten bestehende Krebstherapien deutlich wirksamer werden“, erklärt Dengler. Die Überlebenschancen und die Lebensqualität der Patient:innen könnten sich verbessern.
Das Wirtschaftsministerium und Boehringer Ingelheim finanzieren das neue Labor am Campus der Med Uni Graz zu gleichen Teilen und über sieben Jahre lang mit 3,2 Millionen Euro. Boehringer Ingelheim hat in Wien die Krebsforschungszentrale des Konzerns konzentriert und engagiert sich bei mehreren Forschungsprojekten. (sst/APA)