Apothekenerlöse dramatisch gesunken

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Die Entwicklung der Erlöse von Österreichs Apotheken hat sich dramatisch verschärft: Sie sanken nun erstmals auch in absoluten Zahlen, heißt es in einer Analyse. 

Bereits seit drei Jahren liegen die Erlöszuwächse von Österreichs Apotheken unter der Inflationsrate und schrumpfen wertmäßig. Nun hat sich die Abwärtsentwicklung offenbar dramatisch verschärft: Im ersten Quartal 2026 sanken die Zahlen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs auch in absoluten Zahlen, und zwar um 1,53 Prozent. Zumindest meldet das die ApoLife Apothekengruppe mit 117 Apotheken in ganz Österreich, deren kumulierte Umsätze die Basis für die Berechnung gebildet hatten. „Das zeigt, dass die Entwicklung immer mehr an die Substanz der Apotheken geht“, sagt dazu ApoLife-Generalsekretär Martin R. Geisler. 

Ein Grund für den Rückgang bei den Zuwächsen sei das Ausbleiben größerer Erkältungswellen im vergangenen Winter gewesen, das zu Umsatzeinbrüchen um 7,5 Prozent bei Husten- und Erkältungsmitteln geführt habe, heißt es seitens ApoLife.  Auch die Umsätze aus dem Verkauf anderer wichtiger Erlösbringer wie von Schmerz- und Rheumamitteln, Mitteln für die Blase oder Beruhigungsmitteln sanken. Gleich um 15 Prozent gingen die Umsätze bei einem der wichtigsten Umsatzbringer der Apotheken zurück, den Tonika. 

Nur bei acht der 16 Produktkategorien habe es einen leichten Zuwachs gegeben, wobei dieser bei vier davon unter der Inflationsrate lag. Mit 7,1 Prozent war der Zuwachs lediglich in der Gruppe der „Vitamine/Mineralstoffe/Nahrungsergänzungsmittel“ nennenswert. (sst)