Wie Hitze bei der Arbeit belastet

v.l.: Andreas Schaffhauser (GeoSphere Austria), Korinna Schuhmann, Andrea E. Schmidt (GÖG), Georg Geczek (Wiener Rotes Kreuz) © David Habermann

Die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) hat erhoben, wie Hitze Arbeitnehmer:innen belastet und stellte kürzlich die neue Hitzeschutzverordnung für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz vor.  

Schutzmaßnahmen ab der Hitzewarnstufe von 30 Plusgraden Celsius, Arbeitszeitverlagerungen, die Bereitstellung von Trinkwasser und stärkere Kontrollmöglichkeiten durch das Arbeitsinspektorat: Diese Maßnahmen zählen zu den wichtigsten, die in der neuen Hitzeschutzverordnung für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz vorgesehen sind. Diese wurde kürzlich von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) vorgestellt. 

Für das „Panel Gesundheitsförderung“ hat die GÖG außerdem erhoben, wie Hitze Arbeitnehmer:innen belastet. Besonders deutlich wurde das im Hitzesommer 2024: Da berichteten 85 Prozent der rund 1000 Befragten über 16 Jahren, an mindestens einer hitzebedingten gesundheitlichen Belastung gelitten zu haben. 51 Prozent berichteten von eingeschränkter Leistungsfähigkeit, 35 Prozent litten an eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit. Im temperaturmäßig normalen Sommer 2025 gaben 62 Prozent der Befragten an, an sich selbst mindestens eine hitzebedingte gesundheitliche Belastung beobachtet zu haben. Dazu zählten schlechter Schlaf, Unruhe, Gereiztheit, Unwohlsein und andere körperliche Beschwerden. Durch Hitze ist laut GÖG auch das Risiko für Arbeitsunfälle erhöht: Bei Temperaturen über 30 Grad nimmt die Zahl der Unfälle um rund sieben Prozent zu. Von Belastungen durch die Hitze besonders betroffen sind Arbeitnehmer:innen, die im Freien und/oder körperlich schwer arbeiten, lange Arbeitszeiten und kaum Abkühlungsmöglichkeiten haben. (sst/APA)