Novartis verkauft Standort-Areal in Kundl

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Deutsche Unternehmensgruppe übernimmt nach Takeda-Areal in Orth (Nö) jetzt auch Grundstücke und Gebäude von Novartis in Tirol. Die Schweizer behalten zentrale Produktionsanlagen und Laborausstattungen.

Der Pharmakonzern Novartis verkauft den „Life Science Campus“ mit sämtlichen Gebäuden und Grundstücken im Tiroler Kundl, an die deutsche Unternehmensgruppe Innexis, Der spezialisierte Betreiber für Pharma- und Life-Science-Infrastruktur mit Sitz in Marburg hat vor zwei Jahren auch das Areal des Pharmakonzerns Takeda in Orth an der Donau übernommen. Novartis behält das Eigentum an den Forschungs- und Produktionsanlagen sowie Laborausstattungen am Standort, wurde in einer Aussendung mitgeteilt.

Innexis werde auch für das Standortmanagement verantwortlich sein. Übernommen werden neben den Gebäuden auch die Infrastruktur und Services. Für den Großteil der rund 850 Mitarbeiter:innen am Standort Kundl ändere sich durch die Übernahme nichts, da Novartis mit seinen Kernaktivitäten weiterhin am Campus tätig sein wird, wurde betont. „Mit seinen Kernaktivitäten bleibt Novartis fest am Standort Kundl verankert“, erklärten die Verantwortlichen. Es sei geplant, dass 30 Beschäftigte aus dem Campus-Management mit gleichen Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten zur Innexis Unternehmensgruppe wechseln werden. Der Kaufvertrag mit der deutschen Gruppe wurde am 8. Juli unterzeichnet, die tatsächliche Übergabe des Standorts sei für den 1. Jänner 2027 vorgesehen, hieß es.

Mit dem nunmehrigen Schritt setze man die Strategie fort, den Fokus „noch stärker auf die Entwicklung und Produktion innovativer Medikamente zu richten“, ließ die Novartis-Spitze wissen und fügte hinzu, dass die Transaktion vorbehaltlich allfälliger erforderlicher Genehmigungen durch die zuständigen Behörden erfolge. Ähnlich das Wording der deutschen Partner: Durch diese Transaktion könne sich Novartis Österreich „auf sein Kerngeschäft konzentrieren, insbesondere auf die Forschung, Entwicklung und Herstellung innovativer Arzneimittel“, verlauteten die Innexis-Verantwortlichen. Die Übernahme „eines so prosperierenden und traditionsreichen Pharma & Life Science Parks wie in Kundl“ sei ein Meilenstein in der Innexis-Unternehmensentwicklung. Die Arbeitnehmervertreter:innen gaben sich vorsichtig optimistisch. Er sei erstaunt über den Deal, der sehr überraschend gekommen sei, meinte der Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA-Tirol, Harald Schweighofer, zur Tiroler Tageszeitung. Für den Standort könne der Immobilienverkauf aber auch ein positives Signal sein, um weitere Betriebe anzusiedeln. (red/APA)