© Myriams Fotos - pixabay Neue Studien belegen die Gefahren für die Gesundheit durch Passivrauchen. Als Hilfe fordern die Studienautor:innen mehr Nichtraucherschutzgesetze.
Auf Daten aus 204 Ländern und Territorien basiert eine Studie zu den Folgen von Passivrauchen, von dem weltweit geschätzt 2,7 Milliarden Menschen betroffen sind, darunter auch 767 Millionen Kinder im Alter bis 14 Jahren. Die Studienautor:innen beschreiben, wie Passivrauchen die Gesundheit gefährdet. Bei Erwachsenen kommt es der Studie zufolge dadurch besonders häufig zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, bei Kindern zu Atemwegsinfektionen. Die Belastung durch den Nebenstromrauch, der beim Passivrauchen eingeatmet wird, habe zuletzt pro Jahr und weltweit außerdem noch zu 1,66 Millionen vorzeitigen Todesfällen beigetragen. Die Studienautor:innen fordern mehr Nichtraucherschutzgesetze, die Nichtraucher:innen sowohl in öffentlichen als auch in privaten Räumen wirksam schützen.
Einem aktuellen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge kann Passivrauchen auch die Fruchtbarkeit einschränken. Eine von sechs Passivraucherinnen und einer von sechs Passivrauchern im fortpflanzungsfähigen Alter könne keine Kinder bekommen. Noch einmal mehr schmälert Rauchen laut WHO, die für den Bericht mehrere Studien aus den Jahren 2000 bis 2026 überprüfte, die Chance auf Fortpflanzung. Raucherinnen hätten ein um 40 Prozent höheres Risiko für Unfruchtbarkeit als Nichtraucherinnen. Stellen sie das Rauchen ein, könnten sie das Risiko aber um 25 Prozent senken. Raucher hätten öfter Erektionsstörungen und Ejakulationsprobleme als Nichtraucher, außerdem sei bei ihnen die Spermienqualität schlechter. (sst/APA)