Apotheken drängen in Primärversorgung  

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Anlässlich des Welt-Apothekentags am 25. September fordert die Apothekerkammer eine stärkere Einbindung der Apotheken in die Primärversorgung und will eine Partnerschaft im System. 

„Immer mehr Geld fließt ins Gesundheitssystem, trotzdem wird die Versorgung für viele Menschen schlechter“, sagt Raimund Podroschko, 1. Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer (ÖAK). Das Problem sei, dass Leistungen oft am falschen Ort erbracht werden, führt er weiter aus und ergänzt: „Das Potenzial der Apotheker:innen ist riesig.“ Es reiche weit über die Arzneimittelversorgung hinaus und von Impfungen über Testungen zur Prävention und Früherkennung, assistierte Telemedizin, Medikationsanalysen bis hin zur digitalen Steuerung von Patient:innen. Die ÖAK fordere daher im Sinn der Patient:innen und zwecks Senkung der Gesundheitskosten eine stärkere Einbindung der Apotheken in die Primärversorgung.

„Die Apothekerschaft steht bereit, ihr Fachwissen, ihre Erfahrung, Erreichbarkeit und digitale Innovationskraft in eine echte Partnerschaft mit allen Akteuren des Gesundheitssystems einzubringen“, sagt ÖAK-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr.

Den Welt-Apothekentag am 25. September nimmt die ÖAK aber nicht nur zum Anlass, mehr Primärversorgung für sich einzufordern. Sie präsentiert auch ein paar Zahlen. So würden hierzulande pro Tag rund 600.000 Menschen eine der 1470 öffentlichen Apotheken aufsuchen. Ihre Versorgung mit Medikamenten und anderen Gesundheitsprodukten würden rund 7000 Apotheker:innen in den öffentlichen Apotheken und den 43 Krankenhausapotheken sichern. Ihnen sagte die ÖAK „zum richtigen Tag dafür“ außerdem noch danke, und zwar dafür, dass die Apotheker:innen gemeinsam mit ihren Teams Tag für Tag, an Sonn- und Feiertagen und mitten in der Nacht für die Menschen da sind. (sst/APA)