Beschaffung ist weit mehr als eine Preisfrage, so lautet die Kernbotschaft der aktuellen Ausgabe. Dazu haben wir mit zahlreichen Expertinnen und Experten aus Einkauf, Recht, Versorgung und Industrie Gespräche geführt und ihre Sichtweisen dazu auf den nächsten Seiten dargestellt.
Das AUSTROMED-Positionspapier bündelt zudem die wichtigsten Eckpunkte zu diesem Thema: Bestehende Beschaffungsstrukturen sollen gestärkt werden. Eine Bündelung kann dort sinnvoll sein, wo Standardprodukte betroffen sind. Bei komplexen Medizinprodukten müssen hingegen Qualität, klinischer Nutzen, Lebenszykluskosten, Versorgungssicherheit und fairer Wettbewerb stärker ins Gewicht fallen als lediglich der niedrigste Stückpreis. Das ist gerade für die heimische Wirtschaft, die von Klein- und Mittelbetrieben dominiert wird, von Bedeutung.
Auch auf europäischer Ebene stehen wichtige Weichenstellungen an. Bei der LISAvienna Regulatory Affairs Conference ist AUSTROMED mit einer eigenen Session vertreten. Im Fokus stehen die Revision der EU-Verordnungen für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika (MDR und IVDR) und die Frage, welche konkreten Folgen und Chancen sich daraus für Österreich ergeben.
Deutlich wird, dass Österreich einen strategischen Rahmen für Lifesciences benötigt, vergleichbar mit der Industriestrategie. Daraus ließen sich auch klare Leitlinien für eine innovationsfreundliche, resiliente und wertorientierte Beschaffung ableiten.

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Ihr |
Mag. Philipp Lindinger AUSTROMED-Geschäftsführer |