Mehrheit fragt bei Gesundheitsthemen die KI 

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„Gesundheitskompetenz“ mittel KI: Immer mehr Österreicher:innen holen sich gesundheitliche Informationen von einer künstlichen Intelligenz. Ein Großteil geht danach aber noch zum Arzt oder zur Ärztin. 

1000 Österreicher:innen im Alter von 16 bis 70 Jahren ließ die Wiener Städtische Versicherung für ihre Gesundheitsstudie 2026 vom Gallup-Institut zu Gesundheitsthemen befragen. Einer der Themenbereiche war die Nutzung der künstlichen Intelligenz (KI) bei Gesundheitsfragen. Dabei ergab sich, dass 59 Prozent der Studienteilnehmer:innen schon einmal die KI nutzten, wenn sie gesundheitliche Beschwerden hatten. Dies meistens, weil sie wissen wollten, welche Krankheit hinter ihren Symptomen stecken könnte, oder was sie am besten dagegen tun. Die Auskunft der KI empfanden rund 40 Prozent als hilfreich, besonders die Jüngeren bis 35 Jahre. In etwa ebenso viele setzten die Empfehlungen der KI um, wobei dies wieder deutlich mehr Jüngere als Über-35-Jährige taten. Dennoch hat die große Mehrheit, über 80 Prozent, immer noch mehr Vertrauen in gesundheitliche Informationen von Ärzt:innen als von einer KI. 70 Prozent gingen wohl auch daher nach der Inanspruchnahme der KI zu Ärzt:innen.

Ein anderer Teil der Befragung bezog sich auf die Haltung der Teilnehmer:innen zum Gesundheitssystem. Hier ergab sich ein durchwachsenes Bild: 47 Prozent waren mit dem System „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“. Etwa jede:r Fünfte war „unzufrieden“. Kritik gab es besonders hinsichtlich der kassenärztlichen Versorgung: 55 Prozent waren der Meinung, dass es zu wenige Allgemeinmediziner:innen mit Kassenvertrag gibt. 71 Prozent fanden, dass es an Kassen-Fachärzt:innen mangelt. 34 Prozent gaben an, schon länger als zwei Monate auf einen Termin bei Kassen-Fachärzt:innen gewartet zu haben. Dementsprechend antworteten auch 60 Prozent auf die Frage „Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe, warum man eine private Krankenversicherung abschließen sollte?“ dies wären die langen Wartezeiten auf Termine bei Kassenärzt:innen. 51 Prozent meinten, ein weiterer Grund wäre, dass die Kassenärzt:innen wenig Zeit für sie zur Verfügung haben.

Weiters abgefragt wurde die Einstellung zu einer Wiedereinführung einer Ambulanzgebühr für nicht dringende Besuche im Krankenhaus. 42 Prozent waren dagegen. Unter den Über-55-Jährigen konnten sich aber zwei Drittel vorstellen, eine Gebühr zu bezahlen, die meisten nannten als akzeptable Summe 20 Euro. Schließlich wurden die Studienteilnehmer:innen noch nach ihrem Gesundheitszustand befragt. Der körperliche war im Zeitraum der Befragung von 27. Juli bis 16. August bei 61 Prozent „sehr gut“ oder „gut“. Ihren mentalen Gesundheitszustand bezeichneten 62 Prozent als „sehr gut“ oder „gut“. Körperlich „schlecht“ und „sehr schlecht“ fühlten sich nur neun Prozent, mental „schlecht“ und „sehr schlecht“ zehn Prozent. (sst)