© Lightfeeld - stock.adobe.com Aus den Gesprächen mit Kund:innen kennt man in den Apotheken die Stimmung und Gesundheitslage der Gesellschaft gut. Eine aktuelle Umfrage dazu und zur wirtschaftlichen Lage der Apotheken alarmiert.
In den 117 ApoLife-Apotheken der rund 1400 Apotheken Österreichs wurde kürzlich eine Umfrage durchgeführt, in der es darum ging, wie Österreicher:innen die Gesundheitslage einschätzen, und auch darum, wie es den Apotheken wirtschaftlich geht. Eines der Ergebnisse ist, dass sich für fast ein Drittel der Kund:innen, 29 Prozent, seit einer ähnlichen Befragung zu Jahresbeginn die Gesamtstimmung „spürbar verschlechtert“ hat. Alarmierend auch ein weiteres Ergebnis der Apotheken-Befragung: Aus dem Apothekenalltag heraus halten 75 Prozent der dort Beschäftigten die Bevölkerung für „nicht“ oder „wenig“ vorbereitet auf die bevorstehenden Erkältungs-, Grippe- und Covid-19-Wellen. Für „sehr gut“ darauf vorbereitet hält die Österreicher:innen nur eine ApoLife-Apotheke.
Ein Mosaikstein einer solchen Vorbereitung könnten Impfungen in den Apotheken sein. 21 Prozent der Befragten erklärten, sie wären bereits nach Impfungen an der Tara gefragt worden. Demgemäß ist das Impfen in den Apotheken auch für 43 Prozent von ihnen ein wichtiges Zukunftsthema. In 25 Prozent der Apotheken meint man allerdings, dass es aus politischen Gründen nicht zu einer Umsetzung des Projekts kommen werde.
Um die eigene Zukunft sind die ApoLife-Apotheken sehr besorgt. 80 Prozent sehen eine „gefährliche Schere zwischen Umsatz- und Kostenwachstum“. 60 Prozent spüren die real und nominell sinkenden Umsätze „sehr stark“ oder „durchaus“, weitere 35 Prozent „ein wenig“. 75 Prozent sehen eine Gefährdung durch Online-Apotheken und ärztliche Hausapotheken sowie andere Alternativen, die unter geringeren Auflagen agieren können. 60 Prozent fürchten um die Stellung der Apotheken im Gesundheitswesen. Die mit Abstand größte Hoffnung setzen die Befragten in Eigenmarken, in diesem Fall in die ApoLife-Produkte. (sst/APA)