TROPION-Breast02: Subgruppenanalyse zu ZNS-Metastasen

Auch wenn es sich nur um eine Subgruppenauswertung handelte, so waren die Daten zur Aktivität des TROP2-gezielten Antikörper-Medikamenten-Konjugates (ADC) Datopotamab Deruxtecan (Dato-DXd) bei Patientinnen mit Hirnmetastasen (BM) aus der TROPION-Breast02-Studie aus mammaonkologischer Sicht ein Highlight des diesjährigen ESMO. Schon aus der primären Auswertung war bekannt, dass das ADC bei metastasiertem triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) ohne Indikation für eine Immuntherapie einer konventionellen Chemotherapie in Hinblick auf das progressionsfreie Überleben (PFS), Gesamtüberleben (OS) und die Ansprechrate (ORR) überlegen ist. Dies war auch bei den rund 10% Studienteilnehmerinnen mit Hirnmetastasen (BM) zu Baseline zu beobachten. Nun wurden Details zu dieser Population vorgestellt: Bei Patientinnen mit aktiven – neu diagnostizierten, nicht lokal vorbehandelten – BM betrug das progressionsfreie PFS 7,7 Monate, das OS rund ein Jahr, die intrakranielle ORR bei vermessbaren BM wurde mit 62,5% angegeben und war somit mit der extrakraniellen ORR vergleichbar. Diese Daten sind die besten, die jemals in einem solchen Kollektiv berichtet wurden, und suggerieren bei TNBC erstmals die Option, mittels Dato-DXd eine Lokaltherapie hinauszögern zu können, falls eine Ganzhirnbestrahlung die einzige lokale Behandlungsmöglichkeit wäre.


First-line (1L) datopotamab deruxtecan (Dato-DXd) vs chemotherapy in patients with locally recurrent inoperable or metastatic triple-negative breast cancer for whom immunotherapy was not an option: Exploratory analysis of patients with brain metastases in TROPION-Breast02. Dent RA et al., ESMO 2026; Abstract LBA96