Jubiläumskongress der Jungen Allgemein- und Familienmedizin (JAMÖ) in Salzburg

Der JAM hat sich seit seiner Gründung als zentrale Plattform für junge angehende Allgemein- und Familienmediziner:innen etabliert. Auch heuer kamen Medizinstudierende, Ärzt:innen in Ausbildung sowie bereits praktizierende Allgemeinmediziner:innen aus ganz Österreich zusammen, um sich fortzubilden, zu vernetzen und gemeinsam über die Zukunft ihres Fachs zu diskutieren.

© Markus Landl

Inhaltlich bot der JAM 2025 ein breites und praxisnahes Programm. In 4 Workshop-Räumen fanden parallel insgesamt 29 Workshops, Vorträge und Keynotes statt. Die thematische Vielfalt spiegelte das breite Spektrum der Allgemein- und Familienmedizin wider: von dermatologischen Blickdiagnosen, fokussierter Sonografie, psychiatrischen Erkrankungen, Palliativmedizin, Leitlinienarbeit bis hin zur Betriebswirtschaftslehre.

Einer der Höhepunkte des Kongresses war die Keynote von Univ.-Prof.in Dr.in Maria Flamm, MPH, welche die akademische Entwicklung und Bedeutung der Allgemeinmedizin beleuchtete. Ein weiterer besonderer Programmpunkt war der Beitrag der 1. Vizepräsidentin der ÖGAM (Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin), Dr.in Stephanie Poggenburg. In 2 Workshops vermittelte sie praxisnahes Wissen zu „Pusteln, Papeln und Petechien – dermatologisches Handwerkszeug für die tägliche Praxis“ sowie zu „Chronic Kidney Disease – erkennen, therapieren, Progression verzögern“. Damit wurde eindrucksvoll die inhaltliche Breite und Vielseitigkeit der Allgemein- und Familienmedizin aufgezeigt, die von der ersten Blickdiagnose bis zur langfristigen Betreuung chronisch kranker Patient:innen reicht.

© Markus Landl

Nach erfolgreicher fachlicher Fortbildung wurde abends in entspannter Atmosphäre intensiv genetzwerkt, diskutiert und gefeiert – ganz im Sinne der JAMÖ, die für Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und Austausch auf Augenhöhe steht.

Ausblick für 2026

Auch über den Kongress hinaus setzt sich die JAMÖ als starke Stimme für den Nachwuchs ein. 2026 stehen insbesondere die Umsetzung der Ausbildung zum Facharzt bzw. zur Fachärztin für Allgemein- und Familienmedizin sowie der Ausbau der nationalen und internationalen Vernetzung in der Primärversorgung im Fokus. Unsere Vision besteht darin, die Allgemein- und Familienmedizin zur ersten Wahl zu machen – durch mehr Sichtbarkeit, mehr Vernetzung und eine starke Community.