Feierlichkeiten zum 85. Geburtstag von Wolfgang Kubelka

 Leiter des Instituts für Pharmakognosie der Universität Wien, Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, langjähriges Mitglied der Österreichischen Arzneibuchkommission (ÖAB), Mitbegründer der beliebten Südtiroler Herbstgespräche, Herausgeber des Buches „Phytokodex 2001/02“ (gemeinsam mit Univ.-Doz. Mag. Dr. Reinhard Länger), Initiator der Gründung der Österreichischen Pharmazeutischen Gesellschaft (ÖPhG) 1979 – die Liste* des Wirkens von Emer. o. Univ.-Prof. Wolfgang Kubelka ist Dokumentation einer beeindruckenden wissenschaftlichen Karriere. Zu seinem 85. Geburtstag stellten sich im Februar im Pharmaziezentrum in Wien zahlreiche Wegbegleiter, Freunde und Kollegen als Gratulanten ein.

 

 

Univ.-Prof. Dr. Judith Rollinger überbrachte die Glückwünsche für das Department für Pharmakognosie der Universität Wien und führte durch den Abend. Grußworte kamen von Univ.-Prof. Dr. Helmut Viernstein (Österreichische Pharmazeutische Gesellschaft), Univ.-Doz. Dr. Heribert Pittner (Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie, ÖGPHYT), Univ.-Prof. Dr. Verena Dirsch (Sprecherin des Pharmaziezentrums der Uni Wien), Dr. Gerda Dorfinger (Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie, ÖGWA) und Univ.-Prof. i. R. Mag. Dr. Gerhard Buchbauer (Vorstandsmitglied ÖGWA). Per Videobotschaft gratulierte außerdem Dr. Oskar Außerer, Gründer des Zentrums zur Dokumentation von Naturheilverfahren (ZDN).

 

 

Univ.-Doz. DDr. Ulrike Kastner (Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, Vorstandsmitglied der ÖGPHYT) hielt den Festvortrag und beleuchtete Stationen im Leben und in der Karriere von Wolfgang Kubelka, garniert mit Einblicken in das Institutsleben und so mancher Anekdote. Musikalisch umrahmt wurde die Feier mit dem Klaviertrio B-Dur op. 11 („Gassenhauer-Trio“) und dem Klaviertrio Es-Dur op. 38 („Grand-Trio“) von Ludwig van Beethoven. Auch ein Geburtstagsständchen des Auditoriums durfte nicht fehlen. Der Jubilar gab sich in seiner Ansprache dankbar: „Ich habe immer viel Glück gehabt in meinem Leben.“ Sein Rat und seine Erfolgsformel: Sich immer mit Hingabe und Leidenschaft seiner Sache zu widmen. Er selbst war stets davon fasziniert, „Unbegreifliches begreifbar zu machen“.

 

 

Prof. Kubelka studierte Pharmazie (Sponsion 1959), wurde im Jahr 1963 zum Universitätsassistenten bestellt und promovierte im Jahr 1965 zum Dr. phil. Seine Dissertation verfasste er zum Thema „Beitrag zur Kenntnis der herzwirksamen Glykoside aus Convallaria majalis L.“. Kubelka sammelte in den 1960er- und ’70er-Jahren Auslandserfahrung in Basel, Bonn und Ohio. 1973 erfolgte die Habilitation für das Fach Pharmakognosie, ehe er 1983 zum Vorstand des Instituts gewählt wurde. Neben seiner Lehrtätigkeit beschäftigte sich Kubelka in der Forschung mit der Auffindung und Charakterisierung pflanzlicher Wirkstoffe. Er förderte junge Forscher, und es war ihm sowohl auf der Universität als auch bei Exkursionen stets eine Freude, bei Studierenden den Enthusiasmus zur Pharmakognosie zu entfachen. Kubelka ist nach wie vor sehr aktiv, unter anderem als Editor von phytotherapie.at, der Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (ÖGPHYT), deren Vizepräsident er ist.

 

Die Apotheker Krone gratuliert herzlich zum 85. Geburtstag und schließt sich der Grußbotschaft der akademischen Feier an: „Vivat et ad multos annos!“

* ohne Anspruch auf Vollständigkeit

AutorIn: Mag. Martin Schiller

Apo-K 05|2020

Herausgeber: Ärztekrone VerlagsgesmbH
Publikationsdatum: 2020-03-13