apo punkte: Punktlandung bei den Apothekern

 

Fortbildung ist für Apotheker das „Um und Auf“. Wir sind ein wissensbasierter Berufsstand, wo kontinuierliche Fortbildung und lebenslanges Lernen die Voraussetzung für den Erfolg am Arbeitsplatz darstellen“, so Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer. In den letzten Jahren ist sie aber stetigen Veränderungen unterworfen. Der Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx formuliert es so: Die gigantische Flut an Informationen macht die Entwicklung einer Art „Informationsökologie“ notwendig, mit der nachhaltige Wissenskreisläufe geschaffen werden. In dieser Kultur wird sich auch das Lernen zunehmend von den institutionalisierten Formen weg, hin zu individuellen Lernwegen entfalten. Die apo punkte werden diesem Ansatz gerecht. In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Apothekerkammer sowie Experten aus der medizinischen und pharmazeutischen Praxis werden für Apotheker relevante Themen nach dem neuesten Stand des Wissens aufgearbeitet und im Print sowie online zugänglich gemacht.


Die Rolle des Internet

Eine Plattform für individuelles Lernen stellt das Internet, auf dessen Inhalte orts- und zeitunabhängig zugegriffen werden kann. „Eine wichtige Regel in der Wissensvermittlung lautet: Was man nur hört oder sieht, ist am nächsten Tag zu 80 % vergessen. Um Wissen zu behalten beziehungsweise selber reproduzieren zu können, ist ein interaktiver Ansatz vorteilhaft, am besten sogar wenn Wissensvermittlung und Abfrage zeitversetzt erfolgen. Wir sprechen hier auch von ‚dialogem Wissen‘, das heißt, das Wissen/die Informationen müssen sich in der Art und Weise manifestieren, dass sie auch an Dritte weitergegeben werden können. Insofern bin ich ein Fan der apo punkte“, zeigt sich Wellan begeistert.


Hoher Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad

Nach knapp einem Jahr apo punkte ist es an der Zeit für ein Resümee: Bereits 5.901 Fragebögen wurden per Internet korrekt eingereicht. 58 % der Apotheker greifen nach nur 5 Ausgaben zur interaktiven Fortbildung. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die Publikationen zum Thema Erkältung und Grippe mit über 1.200 richtig beantworteten Fragebögen. Im heurigen Jahr werden apo punkte unter anderem zu den Themen Halsschmerz, Läuse, Obstipation und Diarrhö erscheinen.

 

 

Machen Sie mit! 


apo punkte – so geht’s!


  1. Rufen Sie die Seite ­http://elearning.apoverlag.at auf
  2. Melden Sie sich bei „lernen & punkten“ als Teilnehmer an
  3. Füllen Sie den Fragebogen online aus.
    Wenn Sie über keinen Internetzugang verfügen, kann der Fragebogen auch per Fax an den Österreichischen Apotheker-Verlag gesendet werden: 01/408 53 55
  4. 
Sie erhalten eine Bestätigung über die ­erfolgreiche Teilnahme nach Abschluss des Tests. Dazu müssen 4 von 5, 5 von 7 bzw. ­7 von 10 Fragen richtig beantwortet werden.
    Bitte bewahren Sie diese Bestätigung z. B. als Ausdruck oder Screenshot auf.

 

 

 

Apotheker Krone: Welchen Stellenwert nimmt die Fortbildung allgemein für Apotheker ein?

Mag. pharm. Franz Biba: Die Halbwertszeit des pharmazeutischen Wissens beträgt 5 Jahre, daraus sieht man, wie wichtig kontinuierliche Fortbildung ist. Umso erfreulicher ist es, dass das Interesse der Kolleginnen und Kollegen an Fortbildung ungebremst hoch ist. Unter Fortbildung sind übrigens Maßnahmen zur laufenden Aktualisierung des pharmazeutischen Wissens zu verstehen, sie ist damit eine verpflichtende kompetenzerhaltende Maßnahme. Nicht zu übersehen ist auch der Wunsch nach Weiterbildungen (bzw. Zusatzausbildungen). Sie sollen den Apothekern spezialisierte, kompetenzerweiternde Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln.


Welchen Beitrag leisten die großen Kongresse in Pörtschach und Saalfelden, die Zentrale Fortbildung sowie die im kleineren Rahmen stattfindenden FORTISSIMO-Seminare?

Die Chance, Fortbildung live zu erleben, sich einen persönlichen Eindruck von den angebotenen Informationen zu machen, die Gelegenheit, sich unter Kollegen fachlich auszutauschen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. In den Fortissimo-Seminaren lernen die Teilnehmer pharmazeutisches Wissen mit kommunikativen Fähigkeiten zu verknüpfen.

Welche Rolle spielen elektronische Medien und hier insbesondere die online zugänglichen apo punkte?

Die apo punkte sind ein effizientes Fortbildungsinstrument, Themen und Aufgaben sind praxisnah formuliert, die Symbiose von Wissenschaftlichkeit und Praxistauglichkeit ist bisher perfekt geglückt.
Virtuelle Lernumgebungen bieten im Unterschied zu herkömmlichen Fortbildungsveranstaltungen den Vorteil, als Instrumente zur gezielten Unterstützung von Lernprozessen zu dienen. Es ist nicht zu übersehen, dass sich auch die großen Kongresse den Herausforderungen der Neuen Medien wie ­­z. B. e-Learning stellen müssen. Darüber hinaus wird die Kammer in Zukunft auch bei Großveranstaltungen die Teilnehmer mehr in die Veranstaltung einbinden, etwa durch Digivoting.


Ist eine verpflichtende Fortbildung bzw. ein Sammeln von Fortbildungspunkten analog zu Ärzten geplant?

Fortbildung ist verpflichtend in der Gelöbnisformel bei der Sponsion und in der Berufsordnung gemäß ApoKG §25 verankert. Es gibt also (schon jetzt) die Fortbildungsverpflichtung. Derzeit lässt aber diese Verpflichtung viel Spielraum für freiwilliges Engagement. Und das ist gut so, denn es gehört zum ethischen Selbstverständnis der Apotheker, ihre fachliche Kompetenz laufend zu erweitern, mit der Entwicklung auf dem Arzneimittelmarkt Schritt zu halten und das Wissen auf den neuesten Stand der Forschung zu bringen. Bei den akkreditierten Fortbildungen können Fortbildungspunkte erworben werden. Ob man eines Tages eine gewisse Punkteanzahl (ähnlich wie bei den Ärzten) jährlich erreichen muss, und welche Folgen es hätte, wenn man weniger (oder mehr!) erreicht, ist derzeit in den zuständigen Gremien der Apothekerkammer in Diskussion.