Rosenwurz Hilfe bei Stress, Erschöpfung und Schwächegefühl

Für die Tara

Rosenwurz kann durch neuroprotektive Eigenschaften und leistungsfördernde Effekte eine wertvolle Hilfe in stressreichen Zeiten und Phasen erhöhter mentaler Anforderung sein.


Botanik und Inhaltsstoffe

Rosenwurz (Rhodiola rosea L.) ist eine mehrjährige, 10–70 cm hohe Pflanze mit dicken Blättern und weiblich gelben, männlich purpurfarbenen Blüten.1 Sie fand bereits um 77 vor Christus in der griechischen Materia Medica Erwähnung. Die Droge besteht aus den getrockneten unterirdischen Organen. Es handelt sich um unregelmäßige Rhizomstücke und dünne Wurzelstücke mit cremefarbenen bis rostfarbenen Oberflächen. Die Herkunft der Rosenwurz ist Russland, Skandinavien, die arktischen Gebiete Europas und Asiens.1
Rosenwurz enthält Phenylethanoide wie p-Tyrosol und Salidrosid (Rhodiolosid), Benzylalkoholderivate, Phenylpropanoide (Rosin, Rosarin, Rosavin, Sachalisid), Proanthocyanidine und Flavonoide (wie etwa Rhodiolin und Rodionin).1, 2

Verarbeitung

Die Droge wird zu einem Trockenwurzelextrakt für Kapseln und Dragees verarbeitet. Um die Wirkung zu gewährleisten, soll der Rosenwurzwurzelstock nur in Form von Fertigpräparaten mit einem definierten Extraktgehalt eingenommen werden.3

Studienlage und Monografien

Bereits in Tierversuchen hat man positive Effekte von Rosenwurz auf die körperliche Leistungsfähigkeit ermittelt. Weiters haben frühe Studien ergeben, dass die Pflanze neuroprotektive Effekte ausübt, weil sie das Nervensystem vor oxidativem Stress durch freie Radikale schützt.2 Mehrere klinische Studien am Menschen haben später gezeigt, dass standardisierte Rhodiola-rosea-Extrakte die physische Leistungsfähigkeit signifikant steigern. Symptome der Asthenie konnten ebenso gelindert werden wie mentale Erschöpfung. Das Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der EMA hat in seiner Monografie den Traditional Use bei Stress, Schwäche und Abgeschlagenheit beschrieben. Rosenwurz soll dabei zur kurzfristigen Verbesserung der Zustände eingesetzt werden.4, 5

Neben- und Wechselwirkungen

keine bekannt3

 

  1. Blaschek W, Wichtl, Teedrogen und Phytopharmaka. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2016
  2. Brown RP, Gerbarg PL, Ramazanov Z, Rhodiola rosea: A Phytomedicinal Overview. HerbalGram 2002; 56:40–52 American Botanical Council
  3. Kooperation Phytopharmaka GbR
  4. Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC): Community herbal monograph on Rhodiola rosea L., rhizoma et radix. EMA/HMPC/232091/2011
  5. Ishaque S, Shamseer L, Bukutu C et al., Rhodiola rosea for physical and mental fatigue: a systematic review. BMC Complement Altern Med 2012; 12:70

Apo-K 20|2020

Herausgeber: Ärztekrone VerlagsgesmbH
Publikationsdatum: 2020-10-23