Mikrovaskuläre Komplikationen:

Unabhängiger Risikofaktor NAFLD

In der Sitzung „Risk for CVD and CKD“ standen die Zusammenhänge zwischen Diabetes mellitus, nicht alkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD) sowie makro- und mikrovaskulären Komplikationen im Vordergrund.
Dr. Bozzetto aus Neapel zeigte im Rahmen ihrer Präsentation, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes und einer Behandlung mit Insulinpumpentherapie signifikant niedrigere Indizes für Steatose (Fatty Liver Index, Hepatic Steatosis Index) aufweisen. Die Patient:innen waren im Mittel 36 Jahre alt und hatten einen BMI von 25 kg/m2.
Fortführend konnte Dr. Ebert aus Leipzig eine Verbindung von nicht alkoholischer Fettlebererkrankung und mikrovaskulären Komplikationen darstellen. Erstaunlicherweise wurde diese Assoziation auch unabhängig vom HbA1c gezeigt. Somit dürfte neben dem Diabetes mellitus auch die NAFLD ein unabhängiger Risikofaktor für mikrovaskuläre Komplikationen sein.
Abschließend zeigte Dr. Jara den prädiktiven Wert des Fibrose-Scores Fib-4 für kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität bei Patienten mit Typ-2-Diabetes.

Fazit: Zusammenfassend wurde in dieser Sitzung die Relevanz der NASH als Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und Mortalität wurde erneut eindrucksvoll in mehreren Studien und Datensätzen unter Beweis gestellt.

Session: OP 3 Risk for CVD and CKD
Vorträge:

  • CSII is associated with lower NAFLD indices in patients with type 1 diabetes. L. Bozzetto, Italien
  • Increased risk for microvascular outcome in NAFLD: a nationwide, population-based cohort study. T. Ebert, Deutschland
  • Non-invasive fibrosis scores as prognostic biomarkers of liver and cardiovascular events and all-cause mortality in adults with type 2 diabetes in the UK: a longitudinal study. M. Jara, Dänemark