DASL-HiCaP: Darolutamid verbessert das metastasenfreie Überleben

In der randomisierten Phase-III-Studie DASL-HiCaP wurde untersucht, ob Darolutamid zusätzlich zu Androgendeprivationstherapie (ADT) und definitiver oder Salvage-Radiotherapie das metastasenfreie Überleben bei Patienten mit lokalisiertem Prostatakarzinom mit sehr hohem Rezidivrisiko verbessert. Eingeschlossen waren auch Patienten mit biochemischer Persistenz oder einem Rezidiv innerhalb eines Jahres nach radikaler Prostatektomie.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 1.106 Patienten randomisiert und erhielten über 96 Wochen Darolutamid oder Placebo zusätzlich zu ADT und Radiotherapie. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 3,8 Jahren war das metastasenfreie Überleben, bestimmt anhand konventioneller Bildgebung (MFS-CI), unter Darolutamid signifikant verbessert (HR 0,42; 95%-KI 0,27–0,66; p=0,0001). Das geschätzte 4-Jahres-MFS-CI betrug 95 % gegenüber 88 %. Auch das PSA-progressionsfreie Überleben war verbessert (HR 0,47). Ein signifikanter Vorteil im Gesamtüberleben wurde in dieser Interimsanalyse nicht nachgewiesen (HR 0,88; 95%-KI 0,49–1,59). Unerwünschte Ereignisse vom Grad 3 oder höher traten bei 43 % versus 36 % auf.

Fazit: Darolutamid zusätzlich zu ADT und Radiotherapie reduzierte das Risiko für Metastasierung oder Tod um 58 %. Die Ergebnisse sprechen für das Potenzial einer Therapieintensivierung bei ausgewählten Patienten mit sehr hohem Rezidivrisiko. Da bislang kein signifikanter Vorteil im Gesamtüberleben nachgewiesen wurde, sind längere Nachbeobachtungszeiten erforderlich.