Herzpatienten mit einer Krebserkrankung

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Kardiovaskuläre und onkologische Erkrankungen treten gar nicht selten zusammen auf, so wird geschätzt, dass das Auftreten einer Herzinsuffizienz das Krebsrisiko verdoppelt. Eine gemeinsame Endstrecke mit Herzinsuffizienz und Krebs ist auch deshalb nicht selten, weil beide Erkrankungen mit zunehmendem Alter häufiger auftreten.

„Die Herztherapie bei onkologischen Erkrankungen ist von großer Bedeutung, denn der Krebs kann nur dann gut behandelt werden, wenn auch die Herzerkrankung bzw. Herzschwäche gut beherrscht wird“, betont Bergler-Klein. Herzkranke Patienten haben ein 5-fach erhöhtes Risiko für Kardiotoxizität durch die onkologische Therapie. Andererseits ist die Krebserkrankung, egal ob mit Chemo-, Immun- oder Strahlentherapie behandelt, mit einer erhöhten Mortalität behaftet, wenn eine Herzerkrankung vorliegt.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Kardiologen und Onkologen erachtet Bergler-Klein als unverzichtbar. Viele moderne Krebstherapien haben zu einem deutlich verbesserten Überleben geführt, so z. B bei Brustkrebs, wo heute ca. 80 % der Patientinnen überleben, oder beim Lymphom. „Die Aufgabe der Kardiologen soll es sein, die lebensrettende Krebstherapie mit unseren modernen Herztherapien zu ermöglichen“, erklärt die Expertin.