Mehr Leistung, Mehr-Wert

Der demografische Wandel führt dazu, dass in Österreich sowie auch in der EU die Gesamtbevölkerung älter wird. Eine EU-Studie prognostiziert, dass bis zum Jahr 2030 Arbeitnehmer zwischen 55 und 64 Jahren zumindest 30 Prozent oder mehr der gesamten Arbeitskräfte ausmachen werden.
Die Europäische Kommission und die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ­(EU-OSHA) haben daher in Zusammenarbeit mit dem niederländischen EU-Ratsvorsitz in Brüssel eine zweijährige europaweite Kampagne eingeleitet, die kürzlich auch in Österreich gestartet ist: „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“. Der Schwerpunkt liegt auf nachhaltiger Arbeit und Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit im Zusammenhang mit der alternden Arbeitnehmerschaft, denn nur mit gesunden, produktiven Arbeitsplätzen lassen sich die Herausforderungen einer alternden Belegschaft bewältigen. Ein Thema, das die Spannungen im heimischen Gesundheitswesen noch verschärft, denn bei ohnehin schon knappen Personalressourcen ist auch in den nächsten Jahren mit einer großen Pensionierungswelle in der Ärzteschaft zu rechnen. Betrachtet man die Pflegeberufe, so zeigt sich auch hier eine deutlich umgekehrte Alterspyramide und wir alle wissen, dass viele der körperlich und psychisch fordernden Aufgaben mit zunehmendem Alter nicht gerade leichter zu bewältigen sind.
Was das alles mit Medizinprodukten zu tun hat? Sehr viel, denken wir, denn Medizinprodukte-Unternehmen stellen nicht nur Produkte zur Verfügung, die direkt zur Entlastung des Personals beitragen. Auch eine Reihe von Dienstleistungen der Branche hilft mit, die Prozessqualität in den Spitälern und ­Gesundheitseinrichtungen erheblich zu verbessern und damit die Arbeitsplätze den veränderten Anforderungen anzupassen und alternsgerecht zu gestalten. Die Palette an produktbegleitenden Dienstleistungen und Services reicht von Schulungen und Beratungen durch qualifizierte Medizinprodukte-Berater über Informationsveranstaltungen und Produktdemonstrationen bis hin zur Bereitstellung von Testgeräten oder der Unterstützung in Logistik, Transport und Lagerung.
Aus einer Studie der AUSTROMED zur wirtschaftlichen Bedeutung von Medizinprodukte-Unternehmen in Österreich geht hervor, dass diese Servicequalität in den Spitälern sehr geschätzt wird. Fakt ist aber auch, dass die Unternehmen immer wieder mit mangelnder Anerkennung dieser Leistungen am Markt zu kämpfen haben und Billigangeboten ohne Value Added Services der Vorzug gegeben wird. Denken Sie bei der nächsten Einkaufsentscheidung daran – hochwertige Produkte und entsprechender Service haben ihren Preis, aber rentieren sich allemal im Sinne einer auf lange Sicht gesunden, effizienten und auch zufriedenen Arbeitskraft!

Ihr

Philipp Lindinger

AutorIn: Mag. Philipp Lindinger

Geschäftsführer AUSTROMED


MP 03|2016

Herausgeber: AUSTROMED, Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2016-06-21