Teledolmetsch: Behandlung zwischen Sprache und Kultur

Nachgefragt bei Dr. Maria Kletečka-Pulker

Die Methode des Video-Gesundheitsdolmetschens hat in Ländern wie den USA, Kanada und der Schweiz längst erfolgreich Einzug gehalten. In Österreich wird dieses Projekt erstmalig durchgeführt. Das Angebot von Videodolmetsch-Diensten für den Gesundheitsbereich stellt eine wesentliche Neuerung dar und würde deutlich zur Erhöhung der Patientensicherheit und Mitarbeitersicherheit als auch zur Reduktion von Kosten führen. Das Pilotprojekt bietet benutzerfreundliche Technik, die rasch zur Verfügung steht und ohne Einschränkungen und Limitierungen genutzt werden kann. Durch das vermehrte Zurverfügungstellen professionell ausgebildeter Dolmetscher wird ein Sicherheitsnetz zur Vorbeugung von Vorfällen aufgrund sprachlicher und kulturspezifischer Kommunikationsbarrieren eingezogen. In weiterer Folge könnten dadurch Kosten vermieden werden, die durch etwaige Schadenersatzzahlungen auftreten würden.

 

Interview mit: Dr. Maria Kletečka-Pulker

Geschäftsführerin, Plattform Patientensicherheit & Institut für Ethik und Recht in der Medizin, Universität Wien


MP 04|2012

Herausgeber: AUSTROMED – Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2012-09-28