Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter

Qualität und Sicherheit im Krankenhaus haben sich gerade in den letzten Jahren zu brandaktuellen Themen entwickelt. Wo gespart wird und Leistungen eingeschränkt werden sollen, muss sowohl für Patienten als auch für Mitarbeiter die Frage nach einer fehlerfreien Versorgung in den Mittelpunkt rücken: Wo kann es angesichts der vorhandenen Ressourcen zu Qualitätseinbußen oder gar vermehrten Fehlern kommen, die möglicherweise zu einem Schaden für Patienten oder Mitarbeiter führen können? Veranstaltungen wie der 2. Hietzinger Pati­entInnensicherheitstag im Wiener Krankenhaus Hietzing, der 2. Patientensicherheitstag der Salzburger Landeskliniken, der Austrian Patient Safety Course oder die Tagung der österreichischen Plattform für Patientensicherheit rund um die ­Medikamentensicherheit spiegeln die vielen Facetten der ­Thematik deutlich wider und zeigen auch, dass nicht nur ein einzelner Ansatz der einzig richtige sein kann, sondern viele ineinandergreifende Konzepte erforderlich sind. Auch 2015 wird eine Reihe von Events diese Linie weiterverfolgen, wie etwa der länderübergreifende Kongress über Spitalshygiene und Patientensicherheit, der erstmalig in Wien stattfinden wird.
Für die AUSTROMED steht in diesem Zusammenhang vor allem das Thema der Nadelstichverletzungen nach wie vor ganz oben auf der Tagesordnung. Im Vordergrund stehen die Sicherheit, der Schutz sowie die Infektionsverhütung und -bekämpfung im Rahmen der geltenden Rechtsvorschriften und mit Unterstützung innovativer Produkte, die für die Mitarbeiter in den Gesundheitseinrichtungen den höchstmöglichen Schutz bei der Ausübung ihrer Tätigkeit bieten. Mehr dazu lesen Sie im Gastkommentar von Dr. Elsbeth Huber, Sozialministerium, Zentral-Arbeitsinspektorat in Zusammenarbeit mit Dr. Brigitte Schigutt, Arbeitsinspektionsärztin. Sie geben Einblick in die Erfahrungen des Zentral-Arbeitsinspektorates zum aktuellen Stand der Umsetzung des Nadelstichverordnung.
Immer noch geht es um eine Bewusstseinsbildung für Risikominimierung und damit auch Kostenminimierung, denn wer eine sichere Arbeitsumgebung schafft, kann Verletzungen, Infektionen und vor allem die Folgekosten vermeiden. Nach wie vor wird die Gefahr von Nadelstichverletzungen für Krankenhausmitarbeiter unterschätzt. Was auf den ersten Blick für manchen harmlos scheint, birgt ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko für Ärzte, Pflegepersonal und Reinigungskräfte. Daher ist das Ziel der AUSTROMED klar formuliert: „Zero Tolerance“ bei Schnitt- und Stichverletzungen im Gesundheitswesen!

Ihr

Philipp Lindinger

AutorIn: Mag. Philipp Lindinger

Geschäftsführer AUSTROMED

© horak@AUSTROMED


MP 01|2015

Herausgeber: AUSTROMED, Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2015-02-04