Sicher durch Technik

Der Congress Innsbruck in der Tiroler Landeshauptstadt beherbergt dieses Jahr den Kongress für Krankenhausmanagement. Mag. DDr. Wolfgang Markl, Vorsitzender der ARGE der Verwaltungsdirektoren Tirols, begründet das Motto der Veranstaltung: „Wir alle wissen, dass es zur Erreichung unseres obersten Zieles, nämlich die optimale Patientenbehandlung, auch eine Vielzahl von technischen Einrichtungen und Anlagen braucht, um im Krankenhaus arbeiten zu können. Gerade dieser Bereich ist in den letzten Jahren zu einer ständig wachsenden Herausforderung in Bezug auf Komplexität und Kostenentwicklung geworden. Es wird der Anspruch erhoben, dass die technische Unterstützung der Klinikprozesse immer funktioniert und sicher ist.“ Der Kongress für Krankenhausmanagement geht der Frage nach, wie sicher die eingesetzte Technik tatsächlich ist – von der Zutrittssicherheit über die OP-Sicherheit bis hin zur Haustechnik und zur IT-Sicherheit.

Handfeste Themen für ein breites Publikum

Markl freut sich, für den diesjährigen Kongress handfeste, reale Themen gefunden zu haben, die im Krankenhaus täglich eine breite Zielgruppe betreffen. „Wir möchten nicht nur kaufmännische Dinge ansprechen, sondern die Themen Technik und Sicherheit sehr umfassend abdecken und wenden uns damit an die kollegiale Führung, aber auch an Krankenhaustechniker und alle für Sicherheit Verantwortlichen“, fasst Markl zusammen. Diese Strategie schlägt sich auch in den viel versprechenden Vorträgen nieder. Der ehemalige Transplantationschirurg Prof. Raimund Margreiter – nicht nur innerhalb Tirols nach wie vor ein Magnet – referiert über Sicherheit im OP. Der bekannte Schweizer Anästhesist Prof. Daniel Scheidegger behandelt die Frage, ob Technik alleine Patientensicherheit gewährleisten kann. Die Sicherheitslage an deutschen Krankenhäusern wie der Charité in Berlin ist ebenso Thema wie ein Deeskalationstraining eines Berufsdetektivs. Alleine die Bandbreite der Themen verspricht ein durchgehend spannendes Programm.

Technik und Bewusstsein

Markl sieht zwei häufige Schwachstellen in Krankenhäusern: technische Fehler an Schnittstellen zweier unterschiedlicher Systeme sowie die Mitarbeiter selbst innerhalb des Spannungsfeldes, in dem sie sich bewegen, denn selbst supersichere hochtechnologische Produkte können menschliches Versagen nicht ausschalten. Dafür braucht es Bewusstsein und Wissen um die Möglichkeiten und Grenzen der Technik. Genau das kann der Kongress für Krankenhausmanagement bieten.
In diesem Zusammenhang kommt Medizinprodukten freilich ein enorm wichtiger Stellenwert zu. Neben Vorträgen und Gelegenheiten zum Austausch mit Kollegen werden daher zahlreichen Unternehmen in einem eigenen Saal großzügige Flächen für Präsentationen ihrer Produkte zur Verfügung gestellt.

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Kommentar von: Mag. DDr. Wolfgang Markl

Vorsitzender der ARGE der Verwaltungsdirektion Tirols


MP 02|2012

Herausgeber: AUSTROMED – Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2012-04-23