EHA 2026: SUCCESSOR-2-Studie beim RRMM: Mezigdomid-basierte Therapie mit deutlichem PFS-Vorteil

Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom (RRMM) sind meistens bereits mit einem Anti-CD38-Antikörper und/oder einem IMiD behandelt worden, was die weiteren Behandlungsoptionen einschränkt. Am EHA 2026 wurden die ersten Ergebnisse der SUCCESSOR-2-Studie zur Wirksamkeit des oralen Cereblon-E3-Ligase-Modulators (CELMoD) Mezigdomid (Mezi) in Kombination mit Carfilzomib und Dexamethason (MeziKd) im Vergleich zu Carfilzomib/Dexamethason (Kd) im RRMM präsentiert. Bei 479 Patient:innen (288 MeziKd, 191 Kd), die im Durchschnitt zwei vorherige Therapielinien hatten, zeigte MeziKd im Vergleich zu Kd eine signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) in verschiedenen Subgruppen mit einem medianen PFS von 18,0 Monaten gegenüber 8,3 Monaten (HR 0,48; p < 0,0001). MeziKd wies höhere Gesamtansprechraten (ORR) auf (80,2 % vs. 53,4 %) sowie höhere Raten vollständiger Remissionen (26,7 % vs. 8,9 %). Grad 3–4 Nebenwirkungen traten unter MeziKd häufiger auf (83,7 % vs. 56,5 %), insbesondere Neutropenie und Infektionen, wobei Grad 5 Infektionen selten waren.

Klinische Relevanz: MeziKd zeigte einen klinisch bedeutsamen PFS-Vorteil und könnte in Zukunft ein Behandlungsstandard im rezidivierten/refraktären Setting werden, insbesondere wenn eine Therapie mit einem T-Cell-Engager oder eine CAR-T-Zelltherapie nicht bzw. nicht zeitnah möglich sind.