DF 04|2019

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • St. Vincent Declaration: 30 Jahre danach
    Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege!
    Mit der St. Vincent Declaration (Acta Diabetologia 1989; 10(Suppl): 143–144), die erstmals Betroffene, Experten und Regierungsvertreter aus ganz Europa mit dem Ziel vereinte, eine bessere Versorgung von Patienten mit Diabetes mellitus zu erreichen, wurde ...Weiterlesen ...

News Update

ÖDG Aktuell

  • Problemzone Fuß

    Die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) warnt vor dem diabetischen Fußsyndrom und seiner ­unzureichenden Versorgung im Gesundheitswesen. In Österreich ist es der Auslöser für rund 3.000 Amputationen pro Jahr. Ein Großteil davon wäre vermeidbar, wenn Betroffene und Behandler mehr auf die Füße achten würden und therapeutische Maßnahmen vom Gesundheitswesen übernommen würden.

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  • Elektronisches Diabetesmanagement – Reif für den Routineeinsatz

    In DIABETES FORUM 2/19 berichteten wir über GlucoTab®, ein elektronisches System zur Entscheidungsunterstützung in der Basis-Bolus-Therapie des Typ-2-Diabetes. Damals noch im Rahmen eines Pilotprojekts im LKH Hartberg eingesetzt, wollen wir Ihnen in diesem Artikel ein Update der Erweiterungen und aktuellen Forschung liefern.1–3

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ÖDG Seite der Präsidentin

  • Herbst ist Fortbildungszeit!
    Erholt zurück vom Sommerurlaub starten wir in das neue Wintersemester, das uns neben herbstlichen Temperaturen eine Menge an Fortbildungsangeboten bringt, die es uns nur zu einfach machen, die Stunden im warmen Fortbildungssaal zu verbringen.
    Gestartet hat die Kongress-Saison mit dem ...Weiterlesen ...

Diabetologie in Österreich

Focus: Der diabetische Fuß interdisziplinär

  • Diabetisches Fußsyndrom: Prognose bei Best Management

    Das diabetische Fußsyndrom besteht insbesondere aus Neuropathie, Osteoarthropathie, Angiopathie und Infektion, die erkannt und behandelt werden müssen, um Amputationen zu vermeiden.

    Eine ischämische Komponente (Minderdurchblutung) muss rasch diagnostiziert und gelöst werden, um eine Wundheilung zu ermöglichen.

    PatientInnen mit abgeheilten Wunden müssen weiterhin konsequent medizinisch behandelt werden, um das Überleben zu verbessern.

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  • Diabetische Neuropathie

    Die diabetische Neuropathie ist eine häufige und heterogene Komplikation des Diabetes mellitus, die etwa 50 % der Patienten betrifft.

    Eine frühzeitige Diagnose sowie eine konsequente Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention sind ­essenziell, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.

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  • Diabetische Arthropathie

    Die diabetische Arthropathie präsentiert sich bei Langzeitdiabetikern als geröteter und ­ geschwollener Fuß, wobei knöcherne Deformitäten in vielen Fällen zu Druckulzera führen können.

    Eine frühe Entlastung durch Ruhigstellung mittels Orthese ist wichtig, um eine Progredienz der ­Erkrankung zu verhindern.

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  • Diabetische Angiopathie

    Mikroangiopathie zählt häufig zu den ersten Manifestationen von Diabetes mellitus.

    Eine frühzeitige intensive Therapie ist notwendig, um vaskuläre Ereignisraten niedrig zu halten.

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  • Infektion und deren Bekämpfung

    Hauptverursacher von DFS und Osteomyelitis aus infektiologischer Sicht sind grampositive ­Bakterien; später treten gramnegative Erreger auf, die häufig Kolonisationskeime sind.

    Das diagnostische Standardverfahren ist der mikrobiologische Abstrich, der allerdings mit der ­richtigen Technik abgenommen werden muss, um das Risiko, nur Kolonisationskeime zu kultivieren, zu reduzieren.

    Die klassische antimikrobielle Therapie ist bei Vorliegen einer Osteomyelitis obligat, jedoch sollte bei Ulzera ohne Knochenbeteiligung modernes Wundmanagement vorrangig eingesetzt werden. Zudem ist die Compliance des Patienten ein erfolgsentscheidender Faktor.

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  • DFS und PAVK: Revaskularisation – endovaskulär zuerst

    Bei Patienten mit Diabetes und einer Wunde: Feststellung der Durchblutungsreserve binnen 14 Tagen!

    Bei einem Knöcheldruck von 50–80 mmHg und einem Zehendruck von 30–50 mmHg ist meist eine ­Revaskularisation zur Wundheilung nötig.

    Bei einem Knöcheldruck von < 50 mmHg und einem Zehendruck < 30 mmHg ist eine Wundheilung ohne ­Revaskularisation nicht möglich.

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  • Gefäßchirurgie beim diabetischen Fußsyndrom

    Bis zu 60 % der diabetischen Patienten mit Ulkus sind von einer PAVK betroffen.Krurale/pedale Venenbypässe haben eine > 80%ige 5-Jahres-Offenheitsrate.

    Patienten mit einer Lebenserwartung von > 2 Jahren sollten bevorzugt offen chirurgisch versorgt werden.

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  • Lipidmanagement bei diabetischem Fuß mit und ohne PAVK

    Die neue evidenzbasierte ESC/EAS-Lipidleitlinie empfiehlt für Patienten mit Diabetes mellitus und PAVK ein intensiviertes Lipidmanagement.

    Zur Erreichung der neuen Zielwerte für Patienten mit „very high risk“ ≤ 55 respektive < 40 mg/dl LDL-Cholesterin wird eine multimodale Kombinationstherapie mit häufiger Verwendung von PCSK9-Inhibitoren notwendig sein.

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  • SGLT-2-Hemmer und Amputationen: Risikobewertung anhand neuester Daten und Guidelines

    Bei der Auswertung des CANVAS-Studienprogramms zum Nachweis der kardiovaskulären Sicherheit des SGLT-2-Hemmers Canagliflozin trat als unerwartetes Sicherheitssignal ein erhöhtes Risiko für Amputationen an den unteren Extremitäten auf.

    In der Folge konnte eine Reihe epidemiologischer Studien zum Einsatz von Canagliflozin bzw. SGLT-2-Hemmern allgemein aufgrund inkonsistenter Ergebnisse dieses Signal zunächst weder ­bestätigen noch widerlegen.

    Neueste Daten aus randomisierten und placebokontrollierten Studien sprechen klar für die Sicherheit im Hinblick auf Amputationen.

    Dies spiegelt sich auch in den rezent publizierten ESC-Guidelines wider, die für SGLT-2-Hemmer keinerlei ­Einschränkung oder Warnung enthalten.

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A Patient’s Journey