Neph 03|2013

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie

Editorial

  • Editorial 3/13
    Sehr geehrte Nephrologinnen und Nephrologen!
    In Österreich führen derzeit 8–9 % der dialysepflichtigen PatientInnen eine Peritonealdialysebehandlung durch. Verschiedene internationale Studien zeigen allerdings, dass sich bei rechtzeitiger und umfassender Information über die verschiedenen Nierenersatztherapien deutlich mehr PatientInnen für eine Peritonealdialyse entscheiden ...Weiterlesen ...

Seiten der Gesellschaft

  • Neuer Vorsitzender der ÖGN
    In der Generalversammlung der Österreichischen Gesellschaft für ­Nephrologie am 21. September 2013 in Linz wurde Herr Professor ­Dr. Alexander Rosenkranz für die kommenden zwei Jahre zum neuen Vorsitzenden der ÖGN gewählt. Er folgt damit Prof. Dr. Erich Pohanka nach, der ...Weiterlesen ...

Focus: Wichtige Aspekte der Peritonealdialyse

  • Physiologische Grundlagen der Peritonealdialyse und Prinzipien der PD-Verfahren

    Die Peritonealdialyse (PD) nutzt das Peritoneum als „nicht ideale“ semipermeable ­Membran, die für Wasser und für gelöste Stoffe permeabel ist.

    Das Peritoneum hat individuell unterschiedliche Transporteigenschaften, die anhand des peritonealen Äquilibrationstests evaluiert werden (Differenzierung zwischen „low“, „low average“, „high average“ und „high transportern“).

    Die Transporteigenschaften des Peritoneums können sich im Laufe der Behandlung verändern.

    Um die erforderliche Ultrafiltration zu erreichen, stehen Peritonealdialyselösungen mit unterschiedlichen osmotischen Eigenschaften zur Verfügung.

    Die meisten Patienten können das ihren Wünschen und Bedürfnissen am ehesten entsprechende PD-Verfahren wählen. Rund zwei Drittel werden daher mit APD behandelt.

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  • Nichtinfektiöse Komplikationen der Peritonealdialyse

    Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die diagnostische Abklärung und das therapeutische Vorgehen bei nichtinfektiösen Komplikationen der Peritonealdialyse.

    Häufige Probleme sind unter anderem Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Übelkeit (bis 20 %), katheterassoziierte Ausflussprobleme (5–20 %), Muffenextrusion (3,5–17 %), Leckagen (2–40 %), Hernien (ca. 9 %) oder auch Hämoperitoneum (ca. 6 %).

    Neben den medizinischen Problemen kann die PD auch eine soziale und psychologische Herausforderung darstellen.

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  • Dialyselösungen – Grundlagen, Indikationen, Ergebnisse

    Biokompatible Dialyselösungen sollen über viele Jahre eine effiziente Peritonealdialyse ermöglichen.

    Die Zusammensetzung der Dialyselösung und das Dialyseregime können direkt oder indirekt zu einer irreversiblen Schädigung der peritonealen Dialyseeigenschaft führen.

    Verbesserungen von Biokompatibilität und Dialyseeffizienz werden durch Modifikation des osmotischen Agens und durch Einsatz isoosmolarer Wirkstoffe oder glukosehältiger Lösungen mit geringer GDP-Konzentration angestrebt.

    Harte Endpunktdaten zum Effekt moderner, biokompatibler Dialyselösungen auf das Langzeitüberleben oder das technisches Überleben der Peritonealdialysepatienten fehlen noch.

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  • Infektiöse Komplikationen bei der Peritonealdialyse

    Die PD-assoziierte Peritonitis stellt hinsichtlich Morbidität und Mortalität die ­wichtigste Komplikation der Peritonealdialyse dar.

    Nicht beherrschbare Katheterinfekte sind ein wesentlicher Risikofaktor für die Entwicklung einer Peritonitis.

    Das regional sehr unterschiedliche Keimspektrum bei PD-assoziierter Peritonitis lässt eine generelle Empfehlung für die antibiotische Peritonitistherapie nicht zu.

    Ein zentrumsspezifisches Infektionsmonitoring trägt entscheidend zur Entwicklung therapeutischer Strategien und zur Optimierung einer effizienten Infektionsprophylaxe bei.

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  • Die Peritonealdialyse intensivieren, die Dialysequalität verbessern

    Nationale und internationale Guidelines empfehlen sowohl für die kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD) als auch für die automatisierte Peritonealdialyse (APD) einen Kt/V-Zielbereich ≥ 1,7/Woche.

    Die Kreatinin-Clearance sollte vor allem bei APD-Patienten bestimmt werden.

    Zur Verbesserung der peritonealen Mittelmolekül-Clearance muss die Peritonealhöhle ­ständig mit Dialysat gefüllt sein (CAPD oder kontinuierliche zyklische PD).

    Natrium und Wasserhaushalt sind immer in Zusammenhang mit dem Ernährungsstatus zu beurteilen. Klare Empfehlungen fehlen weitgehend.

    Eine vermehrte Glukosebelastung schädigt Struktur und Funktion der Peritonealmembran.

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  • Patientenauswahl für PD: Wer ist geeignet?

    Peritonealdialyse (PD) als Ersttherapie kann zu einem langfristigen Überlebensvorteil gegenüber der Hämodialyse (HD) führen.

    Neben klaren medizinischen Indikationen und Kontraindikationen bestimmen ­Persönlichkeitsstruktur und soziales Umfeld die Eignung eines Patienten für die PD.

    Für die PD eignen sich nur Patienten, die Selbstverantwortung übernehmen können und ­wollen und die erkrankungsbedingte Freiheitseinschränkung akzeptieren.

    Für Kinder ist die APD eine gute Option, da sie einen nahezu ungestörten Tagesablauf ­ermöglicht.

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Weitere Artikel

  • Harnsäure und Niere – Enge Beziehung

    Störungen des Harnsäurestoffwechsels können sowohl Ursache als auch Folge von Nierenerkrankungen sein.

    Die Hyperurikämie ist ein etablierter Risikofaktor in der Entstehung von Hypertonie und chronischer Nierenerkrankung.

    Die Behandlung einer Hyperurikämie mit dem Ziel, die Progression einer chronischen Nierenerkrankung zu bremsen, wird aktuell nicht empfohlen.

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Nachlese