Neph 01|2016

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Prim. Prof. Dr. Karl Lhotta, Abteilung für Nephrologie und Dialyse, Akademisches Lehrkrankenhaus Feldkirch

Editorial

  • Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Sie halten mit diesem Heft die erste NEPHROScript-Ausgabe 2016 in der Hand.
    Mit den Themengebieten „Nierentransplantation“, „akutes Nierenversagen“, „chronische Niereninsuffizienz“ und einem entsprechenden Update haben wir uns eng an das 10. Nephrologie-Symposium in Schladming gehalten. Erfreulicherweise hat der nephrologische Nachwuchs ...Weiterlesen ...

Focus: 10. Nephrologie- Symposium Schladming

  • Proteinurie nach Nierentransplantation

    Eine Proteinurie tritt häufig nach Nierentransplantation auf (Prävalenz je nach ­Definition 7 % bis 45 %) und ist dabei ein unabhängiger Risikofaktor für kardio­vaskuläre Ereignisse, Mortalität und Transplantatüberleben.

    Nach Nierentransplantation sollte jede neu aufgetretene Proteinurie > 300 mg/Tag bzw. jede unklare, persistierende Proteinurie > (1.500–)3.000 mg/Tag zeitnah bioptisch abgeklärt ­werden, um potenziell reversible Ursachen frühzeitig zu erkennen.

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  • Umgang mit positivem DSA-Befund nach Nierentransplantation

    DSA-Screening nach NTx wird empfohlen.

    Bei DSA-Nachweis wird eine Nierenbiopsie empfohlen.

    Die Frage nach der optimalen immunsuppressiven Therapie bleibt aber letztendlich offen.

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  • Der Remuzzi-Score: Implikation für die Doppelnierentransplantation

    Bis zu 40 % der Nieren von Spendern mit erweiterten Spenderkriterien (ECD) ­werden schlussendlich nicht transplantiert. Strategien wie Doppelnieren­transplantationen sollen die Akzeptanzrate erhöhen.

    Histologischer Remuzzi-Score als Entscheidungshilfe, ob ein Organ für eine Einzelnierentransplantation, eine Doppelnierentransplantation oder für eine Transplantation gar nicht in Betracht gezogen werden sollte.

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  • Akutes Nierenversagen – Neues zu Diagnostik, Pathogenese und Therapie

    Akutes Nierenversagen (AKI) wird klinisch über einen Anstieg des ­Serum­kreatinins und die Abnahme der Harnausscheidung definiert.

    Pathogenese: endotheliale Dysfunktion, Änderungen im renalen Blutfluss, ­Inflammation mit gleichzeitig ablaufenden Reparaturmechanismen.

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  • Akutes Nierenversagen als Risikofaktor (nicht nur) für CKD

    Das akute Nierenversagen (AKI) ist nicht nur ein simples Organversagen, sondern ein systemisches proinflammatorisches, prooxidatives und kataboles Syndrom.

    Komplexe Pathomechanismen im „Crosstalk“ auf mehreren Ebenen: toxisch-­urämische Folgen, lokale und systemische Inflammation, systemische Effekte einer Nieren­ersatztherapie etc.

    Das AKI hat Einfluss auf nahezu alle biologischen Funktionen und Organsysteme des Körpers und beeinflusst wesentlich sowohl die Kurz- als auch Langzeitprognose eines Patienten.

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  • Knochenstoffwechsel bei chronischer Niereninsuffizienz – Update zur CKD-MBD

    Insights in die Entstehung der CKD-MBD: ­Veränderungen im Knochenstoffwechsel mit systemischen Auswirkungen schon im Frühstadium der CKD.

    Die Entdeckung weiterer Schlüsselproteine in diesem Vorgang lassen nun auf die Möglichkeit neuer Therapieansätze hoffen.

    Eine Hemmung von Sclerostin mittels eines humanisierten Antikörpers zeigt bisher gute Ergebnisse in der Osteoporosetherapie und eröffnet eventuell neue Wege in der Therapie und Erforschung der CKD-MBD.

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  • Flüssigkeitshaushalt bei terminaler Niereninsuffizienz – Von DialysepatientInnen lernen

    Studiendaten legen Überwässerung als einen der wichtigsten modifizierbaren ­Risikofaktoren für die Mortalität bei DialysepatientInnen nahe.

    Die Bioimpedanz-Technologie als Messverfahren der Überwässerung wird ­inzwischen nicht nur in vielen Dialysezentren routinemäßig angewandt, sondern zu derzeit noch wissenschaftlichen Zwecken auch bei PatientInnen ohne terminale Niereninsuffizienz, außerhalb der Dialyse (Kardiologie, ­Anästhesie etc.).

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Weitere Artikel

  • News aus der Welt der Nephrologie

    Sind weibliche Sexualhormone nephroprotektiv?
    Ein bislang unzureichend erklärtes Phänomen ist die Tatsache, dass Männer häufiger von einer terminalen Niereninsuffizienz betroffen sind als Frauen. So beträgt da Risiko, an die Dialyse zu kommen, für Männer mittleren Alters 1:40, für Frauen ...Weiterlesen ...

Topics

  • Therapie der ADPKD mit Tolvaptan

    Mit Tolvaptan steht erstmals ein Medikament zur Progressionshemmung der ADPKD für PatientInnen im CKD-Stadium 1–3 und rascher Progression zur ­Verfügung.

    Parameter zur Identifikation von PatientInnen mit rascher Progression: Nachweis eines ­definierten eGFR-Abfalls bzw. einer raschen Zunahme des Nierenvolumens (TVK).

    Eine Tolvaptan-Therapie sollte den PatientInnen nach strenger Selektion und unter ­engmaschiger Überwachung angeboten werden.

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