Rubrik: Topics

  • ÖGN-JAHRESTAGUNG 2018 | Ist beim Goodpasture-Syndrom eine Therapierevolution im Anmarsch? Neues zur Anti-GBM-Erkrankung

    Die Anti-GBM-Erkrankung ist eine seltene Erkrankung, die mit Morbidität ­(eingeschränkte Nierenfunktion) und hoher Mortalität vergesellschaftet ist.

    „Double-positive“ Patienten mit ANCA-Nachweis und Anti-GBM-Antikörpern haben Charakteristika beider Erkrankungen mit einem hohen Rezidivrisiko im Verlauf.

    IdeS spaltet spezifisch IgG innerhalb von Minuten und wird aktuell in einer Phase-II-Studie (GOOD-IdeS) getestet.

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  • ÖGN-JAHRESTAGUNG 2018 | Die Entschlüsselung des Peritonealdialyseeffluat-Proteoms

    PD-Effluat stellt eine Quelle für einfach zu gewinnende Biomarker für den ­Krankheits- und den PD-Therapieverlauf dar.

    Durch die spezifische Zusammensetzung sind bisher nur wenige Proteine in PD-Effluat identifiziert worden; ein neuartiger Proteomics-Ansatz erlaubt erstmals eine Beschreibung des Effluat-Proteoms.

    Die Proteomanalyse erlaubt erstmals Rückschlüsse auf PD-assoziierte Pathomechanismen und zeigt den Einfluss der Intervention mit Alanyl-Glutamin.

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  • ÖGN-JAHRESTAGUNG 2018 | Bortezomib zur Therapie der späten Antikörper-vermittelten Abstoßung

    Die BORTEJECT-Studie ist eine Ausnahmestudie im Bereich der humoralen ­Abstoßung, die ein rigoros durchgeführtes randomisiertes, doppelblindes, ­placebokontrolliertes Design aufweist.

    Bortezomib hat nach der BORTEJECT-Studie seinen Stellenwert im Bereich der späten humoralen Abstoßung verloren.

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  • SONG-Initiative – Standardisierte Outcomes für einen validen nephrologischen Wissenszuwachs

    Vorhersage von Ereignissen (Outcome-Prognose) mittels Online-Rechnern: ­zunehmend in der Nephrologie auch für wesentliche Entscheidungen verwendet – z. B. Organallokation in manchen Ländern (USA, Australien).

    Vorteil der Risikorechner: blenden subjektive Komponente aus und ermöglichen ­Vergleichbarkeit von Entscheidungen. Nachteil: geringe individuelle Vorhersagegenauigkeit.

    Ziele der neuen SONG-Initiative (Standardized Outcomes in Nephrology Group): Vereinheitlichung der derzeit sehr heterogen definierten Studien-Outcomes; Erarbeitung von Konsensus-basierten nephrologischen „core outcomes sets“ und deren Implementierung­ in zukünftigen Studien, um Ergebnisse vergleichbar zu machen und so Ressourcen optimal zu nützen.

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  • Sind akute Nierenversagen verhinderbar?

    Steigende Inzidenz des akuten Nierenversagens (AKI).

    AKI ist assoziiert mit Morbidität und Mortalität.

    AKI ist häufig ambulant erworben und multifaktoriell verursacht.

    AKI ist teilweise verhinderbar durch Präventivmaßnahmen.

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  • Neue Antidiabetika: was ist interessant für den Nephrologen?

    Bei CKD-Patienten mit eGFR < 45 ml/min individualisiertes HbA1c-Ziel zwischen 7,0–8,5 %.

    Metformin bei stabiler Nierenfunktion bis zu einer eGFR von 30 ml/min in reduzierter Dosis möglich.

    DPP-4-Hemmer sind die bevorzugte OAD-Therapie bei CKD.

    Der SGLT-2-Hemmer Empagliflozin reduziert das kardiovaskuläre Risiko und die ­Gesamt­mortalität bei Typ-2-Diabetikern mit hohem kardiovaskulären Risiko und verzögert die ­Progression der diabetischen Nierenerkrankung.

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  • Neues zur Amyloidose

    Das Screening von Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen, multiplem Myelom/MGUS und familiärem Mittelmeerfieber (FMF) auf das Vorliegen einer Amyloidose ist sinnvoll.

    Vielversprechende Ergebnisse zu neuen Substanzen lassen auf eine zukünftig ­universelle Therapie der bislang als unheilbar geltenden Erkrankungen hoffen.

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  • Wann braucht es eine Harnsäure-senkende Therapie?

    Inkonklusive Diskussion um Hyperurikämie per se als unabhängigem Risikofaktor für eine kardiovaskuläre Erkrankung und Progression einer Niereninsuffizienz.

    Allopurinol und Febuxostat als Therapieoptionen bei Gicht.

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  • Impfungen bei Immundefekten/Immunsuppression

    Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung sowie transplantierte Patienten sind Kandidaten für Impfungen.

    Die Stärke der Immunsuppression ist entscheidend für die Impfempfehlungen.

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  • Nebenwirkungen der systemischen Therapie des Nierenzellkarzinoms

    Unter antiangiogener Therapie Monitoring v. a. hinsichtlich therapie­induzierter Hypertonie, Proteinurie und thrombotischer Mikroangiopathie (TMA).

    Unter Checkpoint-Inhibitor-Therapie aufgrund der Möglichkeit eines AKI therapiebegleitende Überwachung der Nierenfunktion.

    Unter mTOR-Inhibitor-Therapie anekdotische Berichte von akuter Tubulusnekrose (ATN).

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  • Elektrolytstörungen durch onkologische Medikamente

    Unterschiedliche Tumortherapeutika können substanzspezifisch schwere – zumeist reversible – Elektrolytstörungen induzieren.

    Isolierte Elektrolytstörungen unter neueren „Targeted Therapies“ haben auch neue Einblicke in die renalen Regulation von Elektrolyten ermöglicht.

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  • Wer profitiert von Hämodiafiltration?

    Datenlage zu HDF vs. HD: Überlegenheit der HDF nicht belegbar.

    Bei intradialytischer Kreislaufinstabilität kann Umstellung auf HDF versucht werden.

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  • Therapie der ADPKD mit Tolvaptan

    Mit Tolvaptan steht erstmals ein Medikament zur Progressionshemmung der ADPKD für PatientInnen im CKD-Stadium 1–3 und rascher Progression zur ­Verfügung.

    Parameter zur Identifikation von PatientInnen mit rascher Progression: Nachweis eines ­definierten eGFR-Abfalls bzw. einer raschen Zunahme des Nierenvolumens (TVK).

    Eine Tolvaptan-Therapie sollte den PatientInnen nach strenger Selektion und unter ­engmaschiger Überwachung angeboten werden.

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  • Neue Therapie-Guidelines der Europäischen Nephrologischen Gesellschaft bzw. European Best Practice Group (EBPG) – Update 2015 zu Diabetespatienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

    Neue Guidelines zur diabetischen Nephropathie einer hauptsächlich durch Nephrologen repräsentierten europäischen Arbeitsgruppe (EBPG).

    Guideline-Schwerpunkte: Auswahl der Nierenersatztherapie, Optionen in der ­Diabeteseinstellung, Management und Prävention kardiovaskulärer Komplikationen.

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  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Hämodialysepatienten – Warum werden weniger Frauen als Männer dialysiert?

    Gender-Analysen aus dem Datensatz der Dialysis Outcomes and Practice Patterns Study (DOPPS) zeigen, dass der Anteil an der Dialysepopulation in einzelnen Ländern und Altersgruppen erheblich zu Ungunsten der Frauen verschoben ist.

    Nicht zuletzt regionale Unterschiede deuten darauf hin, dass psychosoziale oder ökonomische Faktoren, nicht aber biologische Faktoren für die Unter-Repräsentierung der Frauen verantwortlich sind.

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  • Antikoagulation zur Schlaganfallprophylaxe bei VHF und terminaler ­Niereninsuffizienz – Befinden wir uns im evidenzfreien Raum?

    Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz und chronischer Hämodialysetherapie haben eine hohe Prävalenz von Vorhofflimmern (VHF) und ein erhöhtes Schlaganfallrisiko.

    Antikoagulation zur Schlaganfallprophylaxe wird durch ein erhöhtes Blutungsrisiko erschwert.

    Die Risikoevaluierung für Schlaganfälle und Blutungen unterscheidet sich von gängigen Risikoscores aus der Allgemeinbevölkerung.

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  • Neues aus der Nierentransplantation

    Aus aktuellen Auswertungen riesiger Datenbanken bzw. Register leiten sich neue Allokationsstrategien ab.

    Durch Rekrutierung sog. marginaler Spender oder Überwinden immunologischer Barrieren, wie ABO- oder HLA-Antikörper-Inkompatibilität, kann der Spenderpool maximiert werden.

    Wissenschaftliche Projekte verfolgen das Ziel eines langfristigen Transplantatüberlebens ohne Immunsuppression.

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  • Anti-CD20-gerichtete Therapie bei ANCA-assoziierten Vaskulitiden

    Eine Therapie der ANCA-assoziierten Vaskulitiden mit Rituximab scheint bei relapsierendem/refraktärem Verlauf gute Wirksamkeit zu besitzen.

    Die Erhaltungstherapie mit Rituximab ist der Standardtherapie mittels Azathioprin nach Cyclophosphamid-Induktion überlegen. Bei relapsierenden Patienten und Rituximab-Induktionstherapie stehen Ergebnisse in der Erhaltung der Remission noch aus.

    Bei Patienten mit einer höheren Steroid-Dosis (> 10 mg/Tag) muss mit derselben Rate an infektiologischen Komplikationen, die unter Cyclophosphamid beobachtet werden, ­gerechnet werden.

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  • Intravenöse Eisengabe bei Dialysepatienten

    Aufgrund negativer Studien zu Erythropoesis-stimulating Agents (ESAs) Trend zu höherer Eisen-Dosierung (via Hb-Erhöhung reduzierter ESA-Bedarf).

    Inkonklusive Sicherheitsdaten (randomisiert-kontrollierte Studien zum Zusammenhang zwischen i. v. Eisendosis und Mortalität fehlen).

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  • Störungen des Mineral- und Knochenhaushalts bei chronischer Nierenerkrankung – CKD-MBD 2014: wo stehen wir eigentlich?

    Das Konzept der CKD-MBD (Chronic Kidney Disease – Mineral Bone Disorder) besitzt zwar das Potenzial zu einem echten Syndrom, bislang fehlt jedoch der Nachweis, dass die Summer seiner Teile prädiktiv mehr bringt als einzelne Faktoren.

    Individuelle CKD-MBD-Parameter wie PTH, Vitamin-D-Hormon, Klotho und FGF-23 dürfen nicht isoliert betrachten werden: sie wirken in einem komplex vernetzten (patho)physiologischen Kontext, um den Kalzium-Phosphat-Stoffwechsel für den Organismus so wenig schädlich wie möglich werden zu lassen.

    Das Erreichen der KDIGO-Zielwerte (Phosphat, PTH etc.) ist mit einem besseren Überleben assoziiert, gelingt aber nur bei ca. 20 % der Hämodialyse-Patienten.

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  • Das multiple Myelom und die Niere – eine Leidensgemeinschaft

    In den ersten 2 Monaten nach Diagnosestellung eines multiplen Myeloms ist das Nierenversagen die zweithäufigste isolierte Todesursache.

    Der Erkenntnis, dass auch das alleinige Vorhandensein des M-Proteins eine End­organschädigung in der Niere verursacht (Monoclonal Gammopathy of Renal Significance – MGRS), werden langsam Empfehlungen zur frühen Therapie der Gammopathie und ­rechtzeitigen nephroprotektiven Therapie gerecht.

    Eine Serum-Kreatinin-Erhöhung auf 2 mg/dl (CRAB-Kriterien) ist bereits mit der Reduktion der GFR auf 50 % verknüpft, erst dann einzuschreiten ist zu spät.

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  • Renale tubuläre Azidose nach Nierentransplantation

    Die chronische metabolische Azidose hat eindeutig negative Effekte, dazu zählen gesteigerter Knochen- und Muskelabbau, gestörte Glukosetoleranz und ­Progression einer chronischen Niereninsuffizienz.

    Eine renal bedingte metabolische Azidose findet sich bei circa 13 % Patienten nach ­Nierentransplantation.

    Die Therapie besteht aus Gabe von alkalisierenden Salzen, z. B. Natriumbikarbonat, und/oder einer alkalisierenden Diät mit dem Ziel einer (annähernd) normalen ­Bikarbona­t­konzentration im Serum.

    Bisher fehlen prospektive Studien, in denen ein positiver Effekt einer Azidosekorrektur bezüglich Transplantatüberleben gezeigt wird.

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  • Renale Sympathikusdenervierung

    Ziel der renalen Sympathikusdenervierung ist es, in der Adventitia verlaufende Fasern des Sympathikus zu veröden und auf diese Weise den Blutdruck zu beeinflussen.

    Die anfängliche Euphorie über die neue Methode wurde bedingt durch die enttäuschenden Ergebnisse der SIMPLICITY-HTN-3-Studie von einer Phase der kritischen Analyse abgelöst.

    Bei ausgesuchten therapierefraktären Hypertonikern mit sehr hohem Mortalitätsrisiko stellt die renale Sympathikusdenervierung weiterhin eine Therapieoption im Rahmen von kontrollierten Studien dar.

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  • Arterielle Mediasklerose

    Mit abnehmender Nierenfunktion nimmt die Inzidenz und Prävalenz von Gefäßverkalkung überproportional zu (Syndrom der CKD-MBD [Chronic Kidney Disease – Mineral and Bone Disorder]), kardiovaskuläre Erkrankungen sind die Haupttodesursache bei terminaler Niereninsuffizienz.

    Die Pathophysiologie dieser Gefäßverkalkungen ist komplex und nur in Ansätzen verstanden.

    Die unterschiedliche Kalzifizierungsneigung in unterschiedlichen Gefäßabschnitten scheint ursächlich nicht so sehr mit hämodynamisch unterschiedlicher Beanspruchung zusammenzuhängen, sondern mit dem in Bezug auf die Gefäßanatomie heterogenen embryonalen Ursprung der glatten Muskelzellen, die deshalb sowohl in vitro als auch in vivo auf äußere Reize unterschiedlich (Proliferation etc.) reagieren.

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  • Trends in der Behandlung der renalen Anämie

    In den letzten Jahren wird die Therapie der renalen Anämie mit Erythropoetinen (ESAs) sowie Eisen kritisch hinterfragt.

    Nach den Hinweisen auf ein schlechteres kardiovaskuläres Outcome bei Ziel-Hb-Spiegeln > 13 g/dl werden heute niedrige Hb-Spiegel und niedrigstmögliche ESA-Dosen empfohlen.

    Zum rezenten Trend einer höheren Eisendosierung ist anzumerken, dass der Langzeiteffekt der i. v. Eisensubstitution auf das klinische Outcome bis jetzt noch nicht ausreichend untersucht worden ist.

    An alternativen therapeutische Optionen in der Anämietherapie werden derzeit Pentoxifyllin oder neue Substanzen wie HIF-1α-Inhibitoren beforscht.

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  • Eculizumab und Transplantatabstoßung

    Die Aktivierung des Komplementsystems ist als mögliche Ursache für einen Gewebeschaden nach Organtransplantation in Betracht zu ziehen.

    Der monoklonale, humanisierte Antikörper Eculizumab bindet die Komplementkomponente C5 und hemmt so eine terminale Komplementaktivierung.

    Für Eculizumab, das bereits bei paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH) und beim hämolytisch-urämischen Syndrom (aHUS) eingesetzt wird, gibt es aus Fallberichten und einer unkontrollierten prospektiven Studie erste Hinweise für eine Effizienz in der Prophylaxe und Therapie der Antikörper-mediierten Transplantatabstoßung (AMR).

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