Das Kampagnenmotiv ist final abgestimmt und freigegeben. Kurzfristig kommt die Anfrage: Gibt es das auch als Social-Media-Story oder Flyer im Hochformat? Genau hier können KI-Werkzeuge Zeit sparen – vorausgesetzt, man wählt die passende Art der Bearbeitung.
Wenn ein bestehendes Layout in ein neues Format übertragen werden soll
Viele Designprogramme, etwa Canva, können bestehende Layouts automatisch an andere Seitenverhältnisse anpassen. Texte, Logos und andere platzierte Elemente bleiben dabei grundsätzlich erhalten, werden neu angeordnet und können editiert werden. Aus einem Flyer entsteht so in wenigen Arbeitsschritten eine Präsentationsfolie, ein Social-Media-Format oder ein Banner für eine Website.
Wenn Bildfläche fehlt
Soll ein querformatiges Key Visual zum Hochformat werden, kann Generative Expand z.B. in Photoshop oder Firefly fehlende Bildbereiche ergänzen. Das bestehende Motiv bleibt dabei erhalten, neu erzeugt wird nur die zusätzliche Fläche.
Ein Prompt könnte lauten: „Erweitere ausschließlich den Hintergrund nach oben und unten. Produkt, Logo und zentrale Gestaltungselemente nicht verändern.“
Auch störende Elemente lassen sich entfernen und die Auflösung kann mithilfe von KI-Upscaling für größere Formate verbessert werden.
Wenn es um neue Ideen geht
Generative Bildmodelle, etwa in ChatGPT oder Gemini, eignen sich gut, um aus einem Motiv schnell Formatideen, Mockups, Layoutvarianten oder unterschiedliche visuelle Stile zu entwickeln. So lassen sich beispielsweise alternative Farbwelten, Bildstimmungen, Hintergründe oder Kompositionsideen ausprobieren, bevor die finale Gestaltung im Designprogramm umgesetzt wird.
Vorsicht: Generative Modelle können Logos, Typografie, Packungsdetails oder medizinische Bildinhalte verändern. Bei freigegebenen Sujets muss das Ergebnis daher genau geprüft werden.
Im Pharmaumfeld besonders wichtig
Pflichttexte und Fachkurzinformation sollten nicht generiert, sondern nach der Formatänderung als echter Text gesetzt und auf Lesbarkeit geprüft werden. Vor der finalen Verwendung sollten Logo und Produktdarstellung, Pflichttexte, medizinische Bildinhalte sowie Auflösung, Beschnitt und Sicherheitsabstände überprüft und bei Bedarf angepasst werden.
Fazit: KI ersetzt kein Grafik-Know-how. Sie verkürzt aber den Weg zur neuen Formatvariante erheblich. Entscheidend ist zu wissen, ob ein Werkzeug bestehende Elemente lediglich neu anordnet oder Inhalte generativ verändert.
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