© spotmatikphoto – stock.adobe.com In ihrem „Wiener Spitalskonzept 2040“ spricht sich die Wiener Ärztekammer für Änderungen bei den Krankenhäusern aus. Relatus kennt die Details.
Die Ärztevertreter:innen haben praxisnahe Reformideen und Lösungsansätze für eine zeitgemäße Spitalslandschaft gesammelt, die die Versorgung der Patient:innen mit Spitzenmedizin nachhaltig garantiere und sich auch für die Ärzt:innen positiv auswirke, betonte Vizepräsident Eduardo Maldonado-González. Man wolle nicht mehr länger als Blockierer dastehen.
Der Fokus liegt auf tagesmedizinischen Leistungen, für die es den Übergang vom bettenbasierten zum leistungsorientierten Denken brauche. Ein tagesmedizinischer Therapieplatz ersetze 1,3 bis 1,5 stationäre Betten, was ein jährliches Effizienzpotenzial von 2,4 Mrd. Euro österreichweit bringe, führte Maldonado-González aus. Dieses Geld müsse im Gesundheitssystem bleiben und könnte etwa in eine Erhöhung der Grundgehälter der Ärzt:innen einfließen, so der Vizepräsident.
Zudem will die Kammer neue Versorgungsmodelle etablieren. Benjamin Glaser, Finanzreferent der Kurie angestellte Ärzte, sprach von ambulanten Strukturen, die aus den Trägergesellschaften der Spitäler ausgelagert werden, nach dem Vorbild der Erstversorgungsambulanzen. Lisa Leutgeb, stellvertretende Kurienobfrau, plädierte für einen trägerübergreifenden Ausbildungsverbund, Dieter Kölle, ebenfalls Kurienvize, für eine zentrale Steuerungsstelle der Rettungszufahrten. (APA/red)