Einfachere Verschreibungen noch bis Ende März 2022 möglich  

Die Verschreibung von Medikamenten ohne persönlichen Arztkontakt wird Corona-bedingt vom Nationalrat verlängert. Damit soll es einen guten Übergang zum eRezept geben, das im ersten Quartal 2022 realisiert werden soll.

Da die Corona-Pandemie noch nicht vorbei ist, soll es bis Ende März 2022 weiterhin die Möglichkeit der Verschreibung von Medikamenten ohne persönlichen Arztkontakt geben. Dazu dienen entsprechende Änderungen im Gesundheitstelematikgesetz, die einstimmig zu Wochenbeginn im Gesundheitsausschuss des Nationalrates beschlossen wurden. Für die Ausstellung von Rezepten genügt somit ein Anruf beim Arzt oder bei der Ärztin, die benötigten Medikamente können dann in der gewünschten Apotheke abgeholt werden. Abgeordneter Josef Smolle (ÖVP) bezeichnete das in der Pandemie eingesetzte Instrument des „Fernrezepts“ als einen guten Übergang zum eRezept, das im ersten Quartal 2022 realisiert werden soll.

Mit Stimmenmehrheit wurde auch ein Initiativantrag von ÖVP und Grünen angenommen, der sicherstellt, dass die Länder und Gemeinden die vom Bund im Zuge der Bewältigung der Covid-19-Pandemie vorgesehenen Zweckzuschüsse noch bis Ende März 2022 erhalten. Dabei handelt es sich unter anderem um den Ersatz der Kosten für Schutzausrüstung, die telefonische Gesundheitsberatung, Impfstellen oder Covid-19-bedingte Mehrleistungen von Rettungs- und Krankentransportdiensten. Im Zuge dessen wurden auch die Regelungen für Kostenersatz für bevölkerungsweite Testungen im Rahmen von Screening-Programmen oder in öffentlichen Apotheken bis zum 31. März 2022 verlängert, erklärte sich Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). Die Gratis-Selbsttests aus den Apotheken laufen dagegen mit Ende des Monats aus. Für die Abgaben von SARS-CoV-2-Antigentests durch öffentliche Apotheken wurden bis zum Juli 174,86 Millionen Euro ausgegeben, teilte der Minister mit. Was die Ausgaben für die sogenannten Wohnzimmertests betrifft, die nur noch bis Ende Oktober in den Apotheken ausgegeben werden, so sei mit Gesamtkosten in der Höhe von 360 Millionen zu rechnen. (red)