Erstmals mehr Ärztinnen als Ärzte 

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Schon jetzt leisten in Österreich mehr Frauen als Männer ärztliche Hilfe: ein Trend, der sich fortsetzen wird. Das zeigt die neue Ärztestatistik der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK). 

Mit 31.12. 2025 datieren die Zahlen, die für die neue Ärztestatistik der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) erhoben wurden. Sie zeigen, dass die Zahl der Ärzt:innen, die hierzulande tätig sind, so hoch wie nie war: Inklusive Mehrkammermitgliedschaften lag sie bei 53.353. Die Zahlen zeigen auch, dass die Ärzt:innenschaft erstmals aus mehr Frauen als Männern besteht. Der Frauenanteil lag bei 50,4 Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt waren inklusive Mehrfachzählungen bei Eintragungen in mehreren Bundesländern zuletzt 26.203 Frauen und 25.336 Männer für Patient:innen im Einsatz, im Jahr davor waren es noch noch etwas mehr gewesen.

Die Statistik zeigt außerdem, dass sich der Trend fortsetzen wird und in Zukunft noch einmal mehr Frauen als Männer ärztliche Hilfe leisten. Das verdeutlicht der Anteil von 57,9 Prozent Frauen an den Turnusärzt:innen: Hier stehen 5915 Frauen 4298 Männern gegenüber. Während unter den Allgemeinmediziner:innen inklusive Mehrfachzählung bei mehrfachen Anerkennungen mit 11.453 ebenfalls mehr Frauen als Männer sind, deren Zahl bei 9497 liegt, gibt es unter den Fachärzt:innen mit 15.903 mehr Männer als Frauen, von denen die Statistik 12.518 auflistet. Unter den Fachärzt:innen für Allgemeinmedizin sind mit 2197 allerdings weit mehr Frauen als Männer, deren Zahl bei 1573 lag.

Auch in einigen weiteren Fachrichtungen haben die Frauen zahlenmäßig die Männer überholt: So gibt es deutlich mehr Gynäkologinnen als Gynäkologen: Hier steht es 1365 zu 870. In der Kinder- und Jugendheilkunde sind ebenfalls mehr Frauen tätig, nämlich 1229 versus 740 Männer. Mehr Frauen als Männer arbeiten auch in der Neurologie und der Klinischen Pathologie und Molekularpathologie. Die Chirurgie ist jedoch eine Männerdomäne: 1515 Allgemeinchirurgen stehen 577 Allgemeinchirurginnen gegenüber. In der Orthopädischen Chirurgie steht es 887 zu 183, bei den Herzchirurg:innen 128 zu 43, in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie 244 zu 67, in der Unfallchirurgie 1064 zu 229, und etwa auch in der Neurochirurgie sind mehr Männer als Frauen tätig. Außerdem gibt es noch mehr männliche Internisten als weibliche, mehr männliche Radiologen, mehr Augenärzte, HNO-Ärzte, Lungenfachärzte und Urologen. (sst)