© go4live/ Maximilian Mandl Sie sollen vor allem Spitäler entlasten und so die massiv steigenden Verluste der Länder für diesen Bereich senken: Neue Facharztzentren. Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) nannte nun Details.
„Wir sind dabei, die Grundlagengesetze auf den Weg zu bringen“, sagte Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) bei einem Hintergrundgespräch, zu dem die Vinzenz Gruppe in Wien eingeladen hatte. Ihr Ressort habe Entwürfe vorgelegt, die nun mit den Stakeholdern bis Jahresende ausverhandelt werden sollen. „Die Gesetze sollen dann ein Bild zeichnen, wie das Gesundheitssystem 2040 aussehen wird.“ Eine Analyse der Gesundheit Österreich (GÖG) gibt den Weg vor. Derzeit gibt es österreichweit 126 Primärversorgungszentren, bis zum Jahr 2030 sollen es 300 werden und zehn Jahre später schon 600 PVE.
Die „ambulante Fachversorgung“ soll eng mit der Primärversorgung kooperieren: Gesundheitsversorgungszentren sind laut GÖG-Analyse als die zentralen ambulanten Versorger vorgesehen, ergänzt von Gruppenpraxen und Ambulatorien. Finanziert werden sollen sie aus einem von Bund, Ländern und Gemeinden getragenen Topf. Die neuen Versorgungszentren sollen stark an Spitäler angebunden sein – wobei laut GÖG-Analyse kleine Krankenhäuser mit weniger als 180 Betten in solche Zentren oder PVE umgewandelt werden sollen. Es sei auch denkbar, dass Großgeräte in Spitälern, die nachmittags weniger ausgelastet sind, von Arztzentren mitgenutzt werden könnten, skizzierte Schumann. Über die Anschubfinanzierung soll im Rahmen der nächsten Finanzausgleichsverhandlungen zwischen Bund und Ländern verhandelt werden. Die aktuelle Finanzausgleichsperiode läuft bis Ende 2028. Das erste Facharztzentrum soll noch in dieser Legislaturperiode (bis 2029) eröffnet werden, versicherte Schumann. (red)