© Simileus - stock.adobe.com Vor 50 Jahren wurde die FSME-Impfung in Österreich zugelassen. Anlässlich des Jubiläums zog man nun Bilanz über deren Erfolge.
Bisher 80 Todesfälle konnten durch die FSME-Impfung vermieden werden, 4000 schwere Verläufe mit einer Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks konnten abgewendet werden und insgesamt 10.000 Hospitalisierungen: So sieht die Bilanz über die Erfolge der FSME-Impfung aus. Diese zog man aus Anlass des 50-Jahre-Jubiläums der Zulassung der Impfung in Österreich, die übrigens von einem Österreicher entwickelt wurde, dem Virologen Christian Kunz.
Aufgrund von Kampagnen war die Durchimpfungsrate nach der Zulassung im Jahr 1976 lang hoch, sie lag laut Judith Aberle vom Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien über viele Jahre bei rund 80 Prozent. Zuletzt sank sie etwas. Aberle: „Wir sehen, dass die FSME-Zahlen seit einigen Jahren auch wieder steigen.“ So gab es in den Jahren 2017 bis 2025 zwischen 100 bis über 200 Erkrankungen an FSME pro Jahr, In den Jahren 2006 bis 2016 waren es nur 50 bis 100.
Bedingt durch den Klimawandel begeben sich die Zecken dem Zeckenforscher von der AGES-Tiergesundheit Georg Duscher zufolge früher auf Wirtssuche. Daher empfiehlt das Nationale Impfgremium, sich die Auffrischungsimpfungen schon im Jänner oder Februar zu holen. Diese alle fünf Jahre, und ab dem 60. Lebensjahr alle drei Jahre. (sst/APA)