Gehaltsstreit in Spitälern spitzt sich zu 

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Arbeitnehmerseite und Arbeitgeberseite gingen in der fünften Verhandlungsrunde kleine Schritte aufeinander zu, wurden sich aber immer noch nicht einig. 

Fünf Verhandlungsrunden gab es schon, aber auch in der jüngsten Runde kam es zu keiner Einigung: Die Arbeitgeberseite und die Arbeitnehmerseite an den Oberösterreichischen Ordensspitälern ringen auch nach einem eintägigen Streik weiter um eine Einigung in Sachen Gehaltsabschluss.

Kleine Schritte ging man aber aufeinander zu. So würde die Arbeitnehmerseite nun das Angebot der Arbeitgeber akzeptieren, das Gehalt in Anlehnung an die Steigerung im öffentlichen Dienst um 3,3 Prozent zu erhöhen. Zuletzt hatte man für die rund 10.000 nichtärztlichen Beschäftigten noch einen Abschluss in der Höhe der Inflation gefordert. Was die Kürzung der Arbeitsstunden anbelangt, rückte die Arbeitnehmerseite in der fünften Runde von der Forderung ab, dass die Arbeitszeit stufenweise auf 35 Wochenstunden gekürzt wird. Sie gibt sich nun mit einer schrittweisen Senkung auf 37 Stunden binnen drei Jahren zufrieden. Statt einer Stundenkürzung bot die Arbeitgeberseite einen zusätzlichen Urlaubstag pro Vollzeitkraft an.

„Wir haben einen großen Schritt auf die Arbeitgeber zu gemacht“, sagt vida-Verhandlerin Martina Reischenböck. Werden die Arbeitgeber ihr Angebot bis Mitte nächster Woche nicht nachbessern, werde man die Beschäftigten zu weiteren Maßnahmen befragen, heißt es seitens der Gewerkschaft vida. Nachdem die Fronten nach Verhandlungen Ende Jänner schon einmal verhärtet waren, wurde an sieben der acht Ordensspitäler gestreikt. (sst/APA)