Gemeinden fürchten um ärztliche Versorgung 

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Eine Umfrage zeigt, dass Gemeinden es als Herausforderung betrachten, die ärztliche Versorgung zu gewährleisten. Die ÖÄK sieht sich dadurch zur Interaktion mit den Gemeinden beauftragt. 

Rund 1000 Gemeindefunktionär:innen, von Bürgermeister:innen und Vizebürgermeister:innen über Gemeindevertreter:innen bis zu Amtsleiter:innen und Gemeindebediensteten beteiligten sich an einer Umfrage des Kommunalverlags zu Gemeindethemen. Bei der Frage nach den größten Herausforderungen, vor die sie ihre Gemeinden gestellt sehen, erzielte das Thema „Gesundheit und ärztliche Versorgung“ mit 4,79 noch vor der Kinderbetreuung (4,46) und der Bildung (3,97) den höchsten Wert. Mehr als ein Drittel der Befragten (36,2 Prozent) sahen die ärztliche Versorgung in ihrer Gemeinde in den kommenden fünf Jahren gefährdet. 15,1 Prozent gaben an, dass es in ihrer Gemeinde keinen Kassenarzt und keine Kassenärztin mehr gibt. Der großen Mehrheit, 82,2 Prozent, ist die Problematik bei der Besetzung von Kassenstellen bewusst. 68,2 Prozent meinen, dass bessere Arbeitsbedingungen für Kassenärzt:innen die Zukunft der Gemeinde positiv beeinflussen würden. 56,6 würden ärztliche Hausapotheken begrüßen.

„Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen uns, wie wichtig die Interaktion mit den Gemeindefunktionär:innen ist, für die die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) auch den Dialog sucht“, erklärt dazu Silvester Hutgrabner, Leiter des ÖÄK-Referates für Hausapotheken und Medikamentenangelegenheiten und ergänzt: „Von der ärztlichen Versorgung hängt ein großer Teil der Zukunft einer Gemeinde ab.“ Man müsse gemeinsam mit den Gemeinden daran arbeiten, dass die Kassenmedizin speziell auch im ländlichen Bereich wieder attraktiver werde. „Dafür brauchen wir flexiblere Kassenverträge mit Teilzeitangeboten, deutlich weniger Bürokratie und eine faire Honorargestaltung, die die Leistung der Ärzt:innen deutlich abbildet und nicht mit Deckelungen bestraft.“ Ebenfalls nötig seien ärztliche Hausapotheken.

Der Präsident des Salzburger Gemeindeverbands und Bürgermeister von St. Michael im Lungau Manfred Sampl (ÖVP) sagte: „Wenn die ÖÄK und die 2092 Gemeinden aus allen Bundesländern an einem Strang ziehen, können wir konkrete Verbesserungen erreichen, für die Patient:innen genauso wie für die Ärzt:innen.  (sst/APA)