Gesundheitseffekt von Bewegung bei Luftverschmutzung geringer

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Eine neue Studie zeigt: Die positiven Effekte von Bewegung nehmen ab, wenn die Luft verschmutzt ist. Doch auch bei Luftverschmutzung ist Bewegung noch vorteilhaft.   

Wird der positive Effekt auf die Gesundheit von Sport bei Luftverschmutzung geringer? Diese Frage beantwortet eine neue Studie eines internationalen Forscherteams. Für die Studie wurden Daten von mehr als 1,5 Millionen Menschen aus China, Dänemark, Großbritannien, Taiwan und den Vereinigten Staaten aus sieben bestehenden Studien analysiert, die über zehn Jahre liefen. 

Das Ergebnis: Die positiven gesundheitlichen Auswirkungen von Bewegung nehmen deutlich ab, wenn der jährliche Durchschnittswert der Feinstaubbelastung in der Gegend, wo der Sport betrieben wird, 25 Mikrogramm pro Kubikmeter oder höher ist. Der Leiter des Forscherteams Po-Wen Ku von der National Chung Hsing University in Taiwan sagt dazu: „Eine Verbesserung der Luftqualität kann die gesundheitlichen Vorteile von Bewegung erheblich steigern, die Studienergebnisse unterstreichen aber auch, dass Bewegung selbstin verschmutzter Luft vorteilhaft für die Gesundheit ist.“ 

So hatten Menschen, die in den zehn Jahren der Studienlaufzeit pro Woche mindestens zweieinhalb Stunden Sport betrieben, ein um 30 Prozent geringeres Risiko während des Studienzeitraums zu sterben als Menschen, die weniger oder gar keinen Sport betrieben. Sportler:innen, die in Gegenden mit hoher Feinstaubbelastung aktiv waren, hatten aber immer noch ein um zwölf bis 15 Prozent geringeres Risiko als Unsportliche, während der Studienlaufzeit zu sterben. (sst/APA)