Neue Analyse zeigt Präventionsbedarf

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Die Statistik Austria hat nach sechs Jahren wieder eine Gesundheitsbefragung gemacht und nun die Ergebnisse veröffentlicht. Fazit: Es sieht nicht gut aus mit den Österreicher:innen.

Die viel diskutierten und viel eingeforderten Präventionsmaßnahmen scheinen nicht zu wirken. Die Zahl der gesunden Lebensjahre sinkt weiter, zeigt die jüngste Gesundheitsbefragung. Lag sie bei Männern im Jahr 2014 noch bei 65,9 Jahren und 2019 bei 63,1 waren es 2025 nur noch 62,7 Jahre – bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung. Bei Frauen lag die Zahl 2014 bei 66,6 Jahren, 2019 und 2025 jeweils bei 64,7 Jahren. 3,2 Millionen Personen in Privathaushalten ab 15 Jahren gaben an, eine dauerhafte Krankheit oder ein chronisches Gesundheitsproblem zu haben. In allen Altersgruppen ist die Prävalenz einer chronischen Krankheit bei Frauen höher als bei Männern. Während bei Frauen besonders chronische Nacken- und Kopfschmerzen oder Arthrose ausgeprägt sind, weisen Männer höhere Prävalenzen für Bluthochdruck oder Diabetes mellitus auf.

Rund 4,1 Millionen Personen ab 15 Jahren waren übergewichtig oder adipös, das ist bereits mehr als die Hälfte dieser Personengruppe (53,0 %). Übergewicht tritt bei Männern häufiger auf als bei Frauen. Während 42,6 % der Männer übergewichtig waren, betrug der entsprechende Anteil bei Frauen 28,0 %. Das ist allerdings wenig überraschend: Frauen wiesen einen deutlich höheren täglichen Obst- und Gemüseverzehr auf als Männer. Täglich konsumierten 54,0 % der Frauen Obst und 50,4 % Gemüse, während die entsprechenden Anteile bei Männern 37,4 % bzw. 33,2 % betrugen. Demgegenüber verzehrten Männer deutlich häufiger als Frauen zumindest viermal pro Woche rotes Fleisch (35,4 % gegenüber 16,2 %) sowie Wurstwaren (31,3 % gegenüber 15,5 %).

Positiv im Hinblick auf Prävention und Gesundheit: Die Ergebnisse für 2025 bestätigen den bereits seit 2014 beobachtbaren Trend zu einem weniger frequenten Alkoholkonsum. Im Vergleich zu 2019 nahm bei Männern und Frauen vor allem der Anteil der Personen mit mehrmals wöchentlichem Alkoholkonsum ab (−3,8 bzw. −3,1 Prozentpunkte). Darüber hinaus ging bei Männern auch der Anteil der (fast) täglich Alkohol konsumierenden Personen merklich zurück.

Insgesamt zeigen die Zahlen allerdings eines: Es reicht nicht, wenn Gesundheitspolitik und Krankenversicherungen ständig vom hohen Präventionsbedarf reden und den Gesundheitszustand der Bevölkerung beklagen. Es braucht auch Maßnahmen, um gegenzusteuern. Davon ist allerdings nach wie vor wenig Konkretes zu hören.