Neue Therapie bei Lungenembolie

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In einer Studie mit Beteiligung heimischer Forscher:innen konnte nachgewiesen werden, dass sich Lungenembolien über einen Katheter auflösen lassen. 

544 Patient:innen mit Lungenembolie und mittlerem Risiko an 59 Zentren in den USA und in acht europäischen Staaten wurden für eine internationale Studie untersucht, an der sich auch Forscher:innen der Innsbrucker Uni-Klinik für Kardiologie und des Wiener AKH beteiligten. Herausgefunden werden sollte, ob es gegenüber der bisherigen Therapie mit der Gabe von Blutverdünnern in Tablettenform oder über die Vene von Vorteil ist, die Lungenembolie direkt aufzulösen. Dies durch die Abgabe eines Medikaments über einen Katheter, der über die Leiste in die Lungenschlagader vorgeschoben wird.  

Dem Co-Autor der Studie und Angiologen Markus Theurl von der Innsbrucker Klinik zufolge habe sich bei ausgewählten Patient:innen mit mittlerem Risiko klar gezeigt, dass die Kathetertherapie zugleich effektiv und sicher sei. Standarttherapie sei die neue Therapie aber noch keine, und es kämen auch nicht alle Lungenembolie-Patient:innen dafür in Frage. Die in der Studie untersuchten Patient:innen seien zwar kreislaufstabil gewesen, hätten aber bereits Belastungszeichen des Herzens, einen erhöhten Sauerstoffbedarf oder eine deutlich erhöhte Herzfrequenz gezeigt. (sst/APA)