Pflegende Angehörige psychisch am Limit 

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Mehrere Studien, auch aus Europa, werteten Forscher:innen aus. Sie erkannten dabei, dass Menschen, die einen Angehörigen pflegen, deutlich mehr psychische Hilfe brauchen als sie erhalten. 

Wenn sie rund um die Uhr für einen geliebten Menschen da sind, vernachlässigen pflegende Angehörige ihre eigene psychische Gesundheit: Das geht aus einer aktuellen Auswertung von 29 Studien mit mehr als 81.000 pflegenden Angehörigen aus Europa, den USA, Kanada und Australien aus den vergangenen 20 Jahren hervor.

Die Auswertung erfolgte durch ein Team australischer Forscher:innen. Diese plädieren nun dafür, pflegende Angehörige, die häufiger als andere Menschen in der Allgemeinbevölkerung an Angststörungen und Depressionen leiden, routinemäßig auf mögliche psychische Belastungen anzusprechen und zu ergründen, ob sie Hilfe brauchen.

Pflegende Angehörige würden dazu neigen, die Bedürfnisse der von ihnen betreuten Person über ihre eigenen zu stellen, und ihre psychischen Belastungen herunterspielen. Dies insbesondere dann, wenn die betreute Person am schwersten erkrankt sei, heißt es seitens der Forscher:innen. Dabei wäre gerade in dieser Phase psychologische Unterstützung wertvoll und könne dabei helfen, zu vermeiden, dass die Pflegenden krank werden und die Fähigkeit verlieren, die betreute Person zu unterstützen. (sst/APA)