Semmelweis Gesellschaft mahnt zu Handhygiene in Spitälern

Im Vorfeld des Welttages des Händewaschens am kommenden Donnerstag mahnt die Semmelweis Gesellschaft in Wien zu mehr Sensibilisierung beim Thema Hygiene in Spitälern sowie Pflege- und Altersheimen.

In Gesundheitseinrichtungen komme es „immer noch zu Hygienelücken, die schlimmstenfalls tödliche Folgen nach sich ziehen“, hieß es in einer Aussendung. Der Verein betonte jedoch, dass die Corona-Pandemie zu einer noch nie dagewesenen Beschäftigung mit dem Thema geführt habe. Die aktuell große Aufmerksamkeit im Alltag dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem das Thema der professionellen Hände-Desinfektion im Spitalsbereich weiterhin stärkerer Sensibilisierung bedarf, betonte die Semmelweis Gesellschaft. Nur durch ein echtes Umdenken in punkto Krankenhaushygiene könnten gefährliche Keime und deren verheerende Folgen verhindert werden. Das Wissen und die Werkzeuge seien da, nur Zeitdruck, Personalmangel und manchmal auch Vergesslichkeit und Uneinsichtigkeit der Menschen führen laut der Aussendung dazu, dass die Regeln zur Hände-Desinfektion nicht immer eingehalten werden. „Die Erreger, mit denen wir heute konfrontiert werden, sind aus der gegenwärtigen Betrachtung weitaus gefährlicher als die Keime, die zu Semmelweis‘ Zeiten gefürchtet waren. Sie entstehen oftmals auch durch falschen und zu leichtfertigen Gebrauch von Antibiotika“, erläuterte Bernhard Küenburg, Präsident der nach dem Mediziner Ignaz Semmelweis benannten Gesellschaft. (red/APA)