© Photo Sesaon – stock.adobe.com Österreich schneidet bei vermeidbaren Todesfällen besser ab als der OECD-Durchschnitt. Im EU-Vergleich sieht der Rechnungshof jedoch Aufholbedarf.
In Österreich sterben weniger Menschen an vermeidbaren oder behandelbaren Ursachen als im OECD-Durchschnitt. Das zeigt das aktuelle Österreich-Länderprofil zum OECD-Bericht „Health at a Glance 2025“. Demnachliegt die vermeidbare Sterblichkeit hierzulande bei 121 Todesfällen je 100.000 Einwohner:innen, verglichen mit 145 Todesfällen im OECD-Schnitt. Auch bei den behandelbaren Todesfällen – also jenen, die durch eine rechtzeitige und wirksame medizinische Versorgung verhindert werden könnten – liegt Österreich mit 54 Todesfällen je 100.000 Einwohner:innen deutlich unter dem OECD-Mittel von 77. Gegenüber 2013 haben sich beide Werte verbessert.
Ein differenzierteres Bild zeichnet allerdings der Rechnungshof. In seinem Bericht zur ärztlichen Versorgung im niedergelassenen Bereich vom Dezember 2025 weist er darauf hin, dass sich die vermeidbare Sterblichkeit im Vergleich zu wirtschaftlich ähnlich starken EU-Staaten ungünstig entwickelt hat. Im Jahr 2021 starben in Österreich rund 92.000 Menschen, davon galten etwa 20.000 Todesfälle als vermeidbar – etwa durch wirksamere Prävention oder eine bessere medizinische Versorgung. Hätte Österreich das Niveau vergleichbarer EU-Länder erreicht, wären laut Rechnungshof rund 2.600 dieser Todesfälle vermeidbar gewesen. (tab)