1450: ÖGK-Obmann ist für Zentralisierung

© Rido - stock.adobe.com

Der Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Andreas Huss, plädiert dafür, dass die Gesundheitshotline 1450 zentral von der ÖGK oder der Sozialversicherung übernommen wird.

„Neun unterschiedliche Länderlösungen sind aus meiner Sicht nicht das Mittel zum Erfolg“, argumentierte Huss am Wochenende. Auch weil er beobachte, „dass manche Bundesländer dafür kein Geld in die Hand nehmen wollen“. Die Hotline 1450 solle daher zentral „aus einer Hand“ ausgerollt werden, „idealerweise macht das die Sozialversicherung oder die ÖGK“, so der ÖGK-Obmann. Sollte die Organisation bei den Ländern bleiben, könnte die ÖGK den Telemedizin-Teil für die jeweiligen 1450-Länder-Organisationen übernehmen, meinte Huss.

Das Gesundheitsministerium reagiert auf den Vorschlag zurückhaltend. Entscheidend sei die bundesweit einheitliche Qualität und Funktion von 1450 und „nicht welches Logo organisatorisch darüber steht“, hieß es gegenüber der „Presse“ in einer Stellungnahme. Bund, Länder und Sozialversicherung haben sich Ende des vergangenen Jahres auf ein Basisangebot für die Gesundheitshotline geeinigt. Zentrale Leistungen, die bisher zwischen den Bundesländern variieren, sollen künftig österreichweit angeboten werden.

Die ÖGK will wie berichtet Anfang 2027 mit einem eigenen Telemedizinangebot starten. Mit einem privaten Partner wird eine PPP-Gesellschaft gegründet, die als Trägerin eines neuen Ambulatoriums fungieren soll. Das Telemedizinangebot soll nicht direkt von Patient:innen angewählt wird, sondern diese von der Plattform 1450 nur dann zugewiesen werden, wenn es sich einerseits um keinen Notfall handelt (Rettung) und keine niedergelassene Versorgung verfügbar ist. (rüm/APA)