250 Millionen Euro für Spitalsmodernisierung

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Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt soll bis 2034 erweitert und modernisiert werden. In Zukunft sollen auch Roboter zum Einsatz kommen.

Mehr Kapazitäten im Bereich Psychiatrie und eine Aufstockung der Intensivbetten – das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt wird ab 2026 erweitert und modernisiert. Der Umbau soll bis 2034 erfolgen, die Kosten bei 250 Millionen Euro liegen. Ab jetzt startet die Planung, hieß es von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Neben einer Erweiterung der Psychiatrie, die 30 neue Betten bekommen und künftig die Akutversorgung für das gesamte Burgenland übernehmen soll, werden neue Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche geschaffen. Mit dem Aufbau einer Psychosomatik-Einheit auf der Kinderabteilung wurde bereits begonnen. Damit werde die Gesundheitsversorgung im Burgenland nachhaltig abgesichert, betonte Doskozil.

Auf der Intensivstation soll die Anzahl der Betten für Erwachsene von 26 auf 34 steigen, für Kinder und Frühgeborene soll es künftig neun statt wie bisher sechs Betten geben. Auch die Dialyseplätze, die onkologische Tagesklinik und die zentrale Notfallambulanz sollen erweitert werden. Neben Aus- und Zubauten setzt das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder auf Modernisierung: Im OP-Bereich möchte man in Zukunft Roboter einsetzen. Ziel sei es, geplante, komplexere Eingriffe und Behandlungen möglichst zeitnah und termingetreu durchführen zu können.

2026 sollen dann die Arbeiten für das neue Spital beginnen und bis 2034 abgeschlossen werden. Während der Umbauphase soll der Betrieb normal weiterlaufen. Die Zusammenarbeit zwischen Land und Barmherzigen Brüdern laufe laut den Beteiligten gut, die Auseinandersetzung um die Finanzen des Spitals sei seit der Einigung auf einen Vergleich im Jahr 2020 beigelegt. Damals hatten die Barmherzigen Brüder rund 33 Millionen Euro samt vier Prozent Zinsen zur Abgangsdeckung gefordert, was das Land schließlich auch überwies. Im Gegenzug wurden strukturelle Änderungen im Krankenhaus vereinbart. Rechtliche oder finanzielle Themen aus dieser Zeit gebe es nicht mehr, betonte Doskozil: „Das ist vorbei.“ (red/APA)