© Evso – stock.adobe.com Die Gruppe der 117 ApoLife Apotheken hat auf der Basis ihrer eigenen Beobachtungen für den ganzen Sektor ein schwaches erstes Halbjahr errechnet. Gleichzeitig würden die Kosten steigen.
Nach einer erstmaligen Abwärtsentwicklung der absoluten Verkaufszahlen im 1. Quartal 2026 haben sich die Erlöse auch in der nun vorliegenden Betrachtung des gesamten ersten Halbjahres nicht erholt. Erstmals in einem Halbjahr sind die Umsätze in absoluten Zahlen gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres gesunken. Berechnungsbasis sind die kumulierten Umsätze der 117 ApoLife Apotheken in ganz Österreich, „die eine valide und greifbare Auswertung in der Branche darstellen“, meldet die Gruppe.
In den ersten sechs Monaten erzielten diese Apotheken gemeinsam um 0,04 % weniger realen Umsatz. Das wirke wenig dramatisch, ist aber im Kontext laufend steigender Personal- und Sachkosten, speziell für Mieten und Energie, für die Apotheken mit ihrem gesetzlichen Versorgungsauftrag eine immer schwierigere Herausforderung.
Erneut zeigen von den 16 Produktkategorien nur 8 einen leichten nominellen Zuwachs, meist unter der Inflationsrate. Einzige nennenswerte Zuwächse zeigen Augenpräparate (+ 6,75 %) und Mittel gegen Reisekrankheiten (+ 8,59 %). Starke Rückgänge gab es dagegen im ersten Halbjahr bei Husten- und Erkältungsmitteln (- 4,43 %), Tonika und vergleichbaren Präparaten (- 10,81 %) sowie Mitteln für Gewichtsabnahme und Schlankheitsmitteln (- 11,3 %). „Wenn man auf diese Zahlen schaut, wünscht man sich, dass die Entwicklung der realen Umsätze wenigstens nicht unter die Inflationsrate fallen würde. Und diese Sehnsucht nach Stagnation sagt eigentlich schon alles über den aktuellen Stand und die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken aus“, sagt Martin R. Geisler, Generalsekretär der ApoLife Apothekengruppe. Die ApoLife Apothekengruppe (Pharmazeutische Arbeitsgemeinschaft Rat & Tat GmbH) wurde 1984 gegründet, der Gruppenumsatz liebt bei jährlich rund 480 Millionen Euro. (red)