Arzneimittel-Engpässe: Neue App soll helfen

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Eine neue App soll zeigen, in welchen Wiener Apotheken ein gesuchtes Medikament verfügbar ist. Erreicht wird das über Informationen über den Warenstand von Apotheken.

Die Verfügbarkeit von Medikamenten sorgt seit Jahren für Diskussionen und hat zuletzt in einigen Bereichen wieder abgenommen. In vielen Fällen gelingt es Apotheker:innen, dass aus Lieferengpässen keine Versorgungsengpässe werden. Eine neue App soll nun aber Apotheker:innen und Patient:innen das Leben erleichtern. Das digitale Angebot „APOScout“ wird von der Kwizda ApoApp GmbH finanziert. Die Stadt Wien unterstützt die Initiative, die Wiener Apothekerkammer begleitet das Projekt im Bereich Kommunikation als Partner. Am Wochenende wurde das Konzept vorgestellt.

Mit der neuen Handy-App können Patient:innen gezielt und einfach nachsehen, in welchen Wiener Apotheken ein von ihnen benötigtes Medikament vorrätig ist. „APOScout“ kennt den aktuellen Warenbestand der teilnehmenden Wiener Apotheken. Die App informiert auch über verfügbare wirkstoffgleiche Medikamente, alternative Packungsgrößen und zeigt außerdem jene Betriebe an, die gerade Nacht- und Bereitschaftsdienst versehen. „APOScout“ startet in Kooperation mit bereits 70 der insgesamt 338 Wiener Apotheken. An einer Ausweitung auf andere Bundesländer wird gearbeitet, erklärte Thomas Brosch, Geschäftsführer der Kwizda Apo App GmbH: „Dieses Service ist vollkommen neu, einzigartig und löst ein wichtiges Bedürfnis der Menschen.“

„Wir arbeiten tagtäglich intensiv daran, die zunehmenden Arzneimittel-Engpässe abzufedern. Dass es trotz massiver Lieferprobleme zu keinem Versorgungschaos kommt, ist nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz der Apothekerinnen und Apotheker zu verdanken. Mit der neuen APOScout-App wird die Suche der Menschen nach schwer erhältlichen Medikamenten nun deutlich erleichtert“, erklärte Philipp Saiko, Präsident der Apothekerkammer Wien. Christian Wurstbauer, Apotheker und Berater für Gesundheits-IT-Projekte betonte: „Alle 30 Minuten aktualisiert APOScout den Warenbestand der teilnehmenden Apotheken. Die Suche nach Medikamenten funktioniert in der App über Textfeld, Spracheingabe oder Barcodescanner.“ Bei Dauermedikation können Medikamente und die Stammapotheke auch als Favoriten gespeichert werden, um die Verfügbarkeit immer rasch abrufen zu können und bei Bedarf direkt aus der App telefonisch vorzubestellen.

„Es freut mich sehr, dass der Arzneimittelgroßhandel und die Apotheken auch in enger Abstimmung mit der Stadt Wien und in wenigen Wochen auch über das Gesundheitstelefon 1450 abfragbar immer wieder neue Wege gehen und innovative Zukunftslösungen finden“, sagte Wiens Gesundheitsstadt Peter Hacker (SPÖ). Die „APOScout“-App kann sofort nach Download aus dem App-Store von Android oder Apple ohne Registrierung kostenlos genutzt werden. Es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert. Auch für Apotheken ist die Teilnahme an der Medikamentensuche kostenlos. Neben der Medikamentensuche bietet die „APOScout“-App zahlreiche weitere Funktionen wie einen Nacht- und Bereitschaftsdienstkalender, eine Anzeige der nächsten dienstbereiten Apotheken oder eine intelligente Apothekensuche. (rüm)

Service: ApoScout für Android ; für Apple