Medizinprodukte-Hersteller drängen auf Reformen

Das österreichische Gesundheitssystem müsse rasch reformiert werden, um die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden, fordert die Austromed, die Interessensvertretung der österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen.

Zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes gebe allein die öffentliche Hand jährlich für die Gesundheitsversorgung aus. Dennoch spüren sowohl jene, die im Gesundheitsbereich arbeiten, als auch die Patienten, dass es Engpässe in der Versorgung gibt. Zudem sei die Finanzierbarkeit mittel- und langfristig fragwürdig, sagt die Austromed, die Interessensvertretung der österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen. Sie fordert von der kommenden Bundesregierung tiefgreifende strukturelle Veränderungen.

Die folgenden Eckpunkte sollten deshalb in der kommenden Legislaturperiode dringend erarbeitet und umgesetzt werden: Der Patient müsse im Mittelpunkt stehen, die Finanzierung aus einer Hand Realität werden, man solle nicht bei, sondern mit Medizinprodukten sparen und so auch die Innovationskraft der Unternehmen unterstützen. „Oberstes Ziel ist und bleibt das Patientenwohl; gleichzeitig stehen die Versorgungssicherheit, eine möglichst hohe nationale Wertschöpfung und die Schaffung zigtausender, interessanter, innovativer und zukunftsorientierter neuer Arbeitsplätze im Zentrum unserer Vorschläge“, sagt Austromed-Präsident Gerald Gschlössl. „Wir sind als Branche bereit, unseren Beitrag leisten, um unseren Kindern und Enkelkindern jene Spitzen-Gesundheitsversorgung zu sichern, die sie sich verdienen und die dem Stand des 21. Jahrhunderts entspricht.“ (red)