© Rido - stock.adobe.com Seit April sollte sie in Betrieb sein, die telemedizinische Ambulanz der ÖGK. Doch daraus wurde nichts, und es wird wohl auch nichts aus dem zuletzt für Anfang 2027 angekündigten Start.
„Die ÖGK arbeitet mit Hochdruck am Aufbau der telemedizinischen Ambulanz“, teilte ein Sprecher der Versicherung auf RELATUS-Anfrage mit. Das digitale Ambulatorium sollte ursprünglich im April dieses Jahres in Betrieb gehen. Daraus wurde aber nichts, weil die Ausschreibung wiederholt werden musste, und es wird auch nichts aus dem zuletzt für das erste Quartal 2027 angekündigten Start. Als Gründe für die neuerliche Verzögerung wird angegeben, dass das Projekt „vergaberechtlich begleitet“ werde, das „Verfahren komplex“ sei, „Bewilligungen erforderlich“ und „Einsprüche möglich“ seien. Es werde aber damit gerechnet, dass das Warten auf das neue telemedizinische Angebot der ÖGK nach dem März 2027 und noch im kommenden Jahr ein Ende hat.
Bereits Mitte 2025 hatte die ÖGK bekannt gegeben, ein telemedizinisches Angebot schaffen zu wollen. Dies mit dem Ziel, die niedergelassenen Ärzt:innen und Krankenhäuser zu entlasten sowie Patient:innen auch zu Randzeiten eine medizinische Versorgung bieten zu können. Damals wurde ein Partner gesucht, der die technischen und organisatorischen Dienstleistungen zur Bereitstellung des österreichweit vorgesehenen Angebots liefern sollte. In den Ausschreibungsunterlagen hieß es, die ÖGK würde die Mehrheitsbeteiligung an einer Betriebsgesellschaft halten, die das Ambulatorium betreiben und als Rechtsträgerin des telemedizinischen Angebots Vertragspartnerin der Patient:innen und Ärzt:innen sein soll. Man wollte noch im selben Sommer Angebote vorliegen haben.
Doch dann hieß es für die ÖGK und ihr Projekt zurück an den Start. Denn nach Klagen der Ärztekammern für Wien und die Steiermark erklärte das Bundesverwaltungsgericht die Ausschreibung aus formalen Gründen für nichtig. Konkret beanstandet wurde, dass inhaltliche und umfangsbezogene Rahmenbedingungen in der Vergabeunterlage nicht präzise genug dargestellt waren. (sst)